Literatur

Meine Leseliste für den Frühling 2017

April 24, 2017

Mehr Lesen. Das ist ein Vorhaben, das jeden Monat durch meinen Kopf schwirrt und eigentlich ist das ja auch klar, weil zu viel lesen kann man vermutlich nicht. Meine Leseliste für den Frühling widmet sich den Büchern, die schon seit einer Weile in meinem Bücherregal darauf warten endlich von mir verschlungen und von Ort zu Ort getragen zu werden. Ich glaube Bücher wollen entdeckt werden. Im Frühling kann ich dann endlich wieder an der frischen Luft lesen, während die Blätter an den Bäumen größer werden und die Vögel ihren Nachwuchs großziehen. Eine schöne Zeit des Jahres.

Meine aktuelle Leseliste

„Wie ich mir das Glück vorstelle“ ist der erste Roman von Martin Kordić. Ich habe es im Winter endlich geschafft mir den Roman zu besorgen und ihn dann, in einer relativ schlaflosen Nacht an einem Stück ausgelesen. Diesen traurigen, aber aus meiner Perspektive hoffnungsvollen Roman, lege ich euch für eure Leseliste ans Herz. Die Geschichte von Viktor spielt in einer ruhelosen Zeit, die dem Jungen keine Chance gibt, sich der Konfrontation mit der Wirklichkeit zu entziehen. Die erschütternde Realität, von Krieg, Trennung und Armut gekennzeichnet, fängt Viktor auf seine ganz eigene Art auf. Er führt Listen, schreibt Geschichten und findet ungewöhnliche Wege für die Verarbeitung seines zähen Lebens. Kordić macht Viktors Stimme in kurzen, präzisen Sätzen hörbar, versetzt den Leser in die Lage des machtlosen Kindes und gibt Sprache die Kraft helle, manchmal sogar lächelnde Räume, in einer verwüsteten Lebenswelt zu erwecken. Ein eigenartiges Buch. Aber im wirklich besten Sinne.

„Das mit den Geschichten fängt damit an, dass mir kotzübel ist. Ich bin verliebt.“ 

Mein Vater hat mich am letzten Weihnachtsfest mit vielen, vielen Werken von und über Dylan Thomas versorgt. Hoffentlich nicht, weil Dylan Thomas sich eine lange Zeit seines jungen Erwachsenseins, genau wie ich, der Arbeit bei einer Tageszeitung gewidmet und danach, nicht wie ich, dem Alkohol verfallen ist, sondern wahrscheinlich viel mehr, weil er schöne Dinge geschrieben hat. Neben Essays und Kurzgeschichte auch Liebesbriefe, die ich mir als erstes vorknöpfen werde. Nichts erleichtert den Zugang zu einem neuen Autoren mehr als ausgewählte Liebesbriefe. Die von Dylan Thomas, die selbstverständlich nicht nur an eine einzige Frau gingen und aus den unterschiedlichsten Städten ihren Weg zu ihren Empfängerinnen fanden, sind voller Leidenschaft und Poesie.
„Nach Feierabend“ steht schon viel zu lange ungelesen in meinem Regal. Eigentlich komisch, denn auf dieses Buch habe ich mich lange gefreut. Vermutlich, weil es nichts amüsanteres gibt, als einen Blick in die Privatsphäre von Kollegen, vermeintlich harmlosen Menschen, zu werfen. Der Roman von Kathrin Spoerr und Britta Stuff macht genau das, den Blick hinter die Kulissen, zum Handlungsgegenstand. Es geht um heimliche Leidenschaften, Abgründe und Geheimnisse. Ich freue mich sehr auf dieses Buch.
Ganz neu in meinem Regal ist „Scandinavia Dreaming“, ein Bildband über skandinavische Wohnträume und Designs. Neben dem wirklich gelungenen Layout des Buches und den perfekt gestylten Fotos, gibt die Neuerscheinung Einblicke in Gestaltungsideen und ist deswegen eine große Quelle der Inspiration. Die Fotografien sprechen eine offene und moderne Sprache und bilden die Funktionsweisen skandinavischer Designs ab. Ein haptisch und visuell hochwertiges Buch.
Viele von euch wissen, wie sehr ich Carson McCullers verehre. Sie ist eine der besten Autorinnen, die ich bisher entdeckt habe und es wird höchste Zeit etwas mehr über ihr Leben zu erfahren und sie als Privatperson zu entdecken. „Die Ballade vom Wunderkind Carson McCullers“ ist eine einfühlsame und authentische Zeichnung des Lebens der Schriftstellerin und gibt mir Einblicke in ihre Kindheit, ihre ersten Schreibversuche und ihre kreative Schaffenskraft in New York City. Ich liebe es, Biografien über einen Roman, der ein eigenes Kunstwerk für sich ist, zu entdecken. Ich lesen dann also über die Kunst einer Künstlerin in einem anderen Kunstwerk. Ganz wunderbar und sehr, sehr lehrreich – wenn man sich für Carson McCullers und ihr Leben interessiert.

Leseliste

„Wie ich mir das Glück vorstelle“ von Martin Kordić, Hanser Verlag
„Die Liebesbriefe“ von Dylan Thomas, Fischer Verlag

„Nach Feierabend“ von Kathrin Spoerr und Britta Stuff, Dumont Buchverlag 
„Scandinavia Dreaming“, gestalten Verlag*
„Die Ballade vom Wunderkind Carson McCullers“ von Barbara Landes, ebersbach & simon Verlag

Beauty Mode

My April Wishlist & Moodboard

April 23, 2017

Eigentlich hätte ich mich schon wundern müssen, als ich mir meine Nägel am Anfang der Woche in einem Fliederton angepinselt habe. Ziemlich unnatürlich für mich, aber jeden Frühling ein klares Zeichen dafür, dass ich bereit für mehr Sonnenschein, mehr Spaß und Abwechslung bin. Ich habe das starke Bedürfnis meinen sehr klassischen Kleiderschrank mit ein paar auffälligeren Teilen aufzumischen, meine Komfort-Zone, zumindest ab und an, zu verlassen und meinen Stil mit ein paar anderen Farben und Schnitten zu erweitern.
Mein Moodboard für diesen Monat zeigt eine deutliche Rosé-Schwäche und meine neu entfachte Liebe für zarte Töne und für frisches Make-up in Koralltönen. An den Füßen trage ich diesen Monat meine pinken Mules, die ich mir schon letztes Jahr gekauft habe und träume darüber hinaus von riesigen Plateau-Schuhen, die meine alltäglichen Jeans-Looks in andere Sphären treiben könnten. Ganz verrückt bin ich außerdem nach ein paar neuen, aber leider sehr kostspieligen Taschenmodellen. Die Suche nach einem perfekten Badeanzug hoffe ich bis zum Sommerurlaub abgeschlossen zu haben.

My Wishlist

Ganni überrascht mich immer wieder mit wunderschönen neuen Prints und auch diesen Frühling bin ich den Designs des Labels verfallen. Der Blumenprint auf grünem Grund lacht mich breit an und wer weiss, vielleicht betrachte ich gerade den Badeanzug meines Sommers.
Nicht neu, aber dafür sehr beständig, steht die Pochette Metis von Louis Vuitton auf meiner Wunschliste. Ich habe mich bereits vor Jahren in die praktische Umhängetasche verliebt und betrachte sie mittlerweile täglich im Internet und stelle sie mir in Kombination mit meiner Garderobe vor. Ein sehr zeitloses und alltagstaugliches Accessoire in der idealen Größe. Ich könnte mir gut vorstellen diese Tasche im Laufe des Jahres zu kaufen – vielleicht sogar Second Hand, wenn ich Glück habe. Ganz anders, aber mindestens genauso schön ist die große Tote von Mansur Gavriel in dem Bonbon-Rosa. Die Entwürfe von Mansur Gavriel sind gradlinig, ein bisschen futuristisch und absolut luxuriös. Neben Form und Material hat es mir die Farbe der „Lady“ Tote angetan.
Wie bereits in meinem Moodboard angedeutet, träume ich momentan von den „Elyse“ Plateau-Schuhen von Stella McCartney. Diese auffälligen Schuhe gibt es schon relativ lange und bereits in den vergangenen Jahren habe ich immer wieder mit ihnen geliebäugelt. Zu Jeans und Trenchcoat stelle ich sie mir fabelhaft vor. Meine Zuneigung zu den Schuhen spitzte sich letzte Woche zu, als ich in New York durch Bergdorf Goodman schlenderte, und sie perfekt ausgeleuchtet betrachten konnte. 700 Euro für ein paar ausgefallene Schuhe à la David Bowie sind aber definitiv zu viel, aber mein Kampfgeist ist geweckt und ich mache mich auf die Suche nach einem grandiosen Elyse-Second-Hand-Fund. Wish me luck!
Etwas erschwinglicher sind die Produkte von Lilah B., einer umweltbewussten Beautymarke. Auch hier hat das Design den ersten Schritt auf mich zu gemacht und ich bin sehr gespannt darauf die Produkte in den nächsten Monaten zu entdecken.

My April Wishlist

Badeanzug von Ganni
Pochette Metis von Louis Vuitton
Plateau-Schuhe von Stella McCartney
Mansur Gavriel Tote
Lip Balm von Lilah B. 

Beauty Make-up

Pure Color Love Lipsticks von Estée Lauder

April 21, 2017

Wenn ich mich für einen Teil meins Make-ups entscheiden müsste, würde ich mich immer für Lippenstifte entscheiden. Die machen auch den größten Teil meiner Make-up Sammlung aus und deswegen habe ich mich sehr darauf gefreut die neuen Pure Color Love Lipsticks von Estée Lauder auszuprobieren, die in 30 neuen Farben Anfang April auf den Markt gekommen sind.
Auffällig schön ist natürlich das luxuriöse Produktdesign, das die Lippenstifte zu eleganten Begleitern, sich aber auch wunderbar auf meiner Kommode macht. Zu der Produktserie gehören vier verschiedene Finishes, die von matt zu glänzend reichen und sehr gut kombiniert werden können. Ich bin momentan total auf Frühling eingestellt und kombiniere zu meinen fliederfarbenen Nägeln gerne einen Hauch blauen Eyeliner und einen kräftigen Lippenstift. Stimmt, für mich wirklich ungewöhnlich. Umso mehr habe ich mich in das knallige Fuchsia „Shock & Awe“ verliebt. Diese Farbe gleitet ganz cremig auf die Lippen, hält super gut und lässt sich leicht nachziehen.
Zweite Lieblingsfarbe ist das warme Nude „Crazy Beautiful“. Ich freue mich immer ein schönes Nude zu finden, das zu meiner hellen Haut und meinen rotblonden Haaren passt, denn bei diesem Hauttyp gestaltet sich die Suche nach einem natürlichen Ton schon mal schwierig.

Pluspunkte der Pure Color Love Lipsticks

Neben einer riesigen Farbauswahl, außergewöhnlichen Finishes und atemberaubend schönem Verpackungsdesign punkten die neuen Lippenstifte von Estee Lauder zusätzlich mit hochwertigen Inhaltsstoffen, wie Ölen aus Granatapfel, Mango und Asai-Beere. Dank dieser Inhaltsstoffe bleiben die Lippenstifte lange cremig, trocknen nicht aus und schonen unsere Lippen. Sehr angenehm ist außerdem der leichte Vanilleduft.

Pure Color Love Lipsticks von Estee Lauder *
aufgetragen: „Shock & Awe“ und „Crazy Beautiful“ 

Leben Reisen

|Travelguide| What to do in NYC + VLOG

April 19, 2017

Eine Woche in New York City reicht natürlich längst nicht aus, um alle Facetten dieser verrückten Stadt zu begreifen, aber für einen ersten Eindruck genügt die Zeit. Wir haben wahnsinnig viel gesehen und ich habe versucht mir die schönsten Aktivitäten für euch zu merken, um sie hier auf meinem Blog zu konservieren. Vielleicht rufe ich diesen Beitrag in einiger Zeit selber erneut auf, wenn es ein zweites Mal nach NYC geht. Wer weiss, wer weiss.
Ich versuche mich in diesem Beitrag auf die Erlebnisse zu beschränken, die mir selber am meisten Freude bereitet haben und die ich selber erlebt habe. Falls ihr weitere Empfehlungen für die erste Amerika-Reise habt, teilt sie uns doch allen in den Kommentaren mit. Was wir genau in NYC gemacht haben, könnt ihr euch übrigens auch in meinem Vlog ansehen, der seit gestern auf meinem YouTube-Kanal bereit steht.

Upper East Side

Die Upper East Side kennen wir alle aus Gossip Girl. Hier wohnen reiche Menschen mit einer Schwäche für perfekt gestylte Hunde, eigene Hausmädchen und Privatschulen. Dementsprechend poliert ist dieses Viertel von NYC und steht damit im großen Kontrast zu dem Rest der Stadt, der meist laut und dreckig ist. Auf der Upper East Side kann man aber nicht nur gut wohnen, sondern auch durch Museen schlendern und sich Zugang zu einem schönen Teil des Central Park verschaffen.
Neben dem Metropolitan Museum of Art, eines der größten Museen Amerikas, steht auf der Upper East Side das Solomon R. Guggenheim Museum, das 1939 für Moderne Kunst ins Leben gerufen wurde. Wem die Zeit fehlt sich die Sammlung des Museums anzugucken, sollte auf jeden Fall die außergewöhnliche Architektur des Museums bestaunen. Direkt gegenüber des Museums stehen Parkbänke unter einer Baumallee, die ein perfekter Platz für eine Pause sind. Hinsetzen, gucken und genießen.
Wer sich ein bisschen die Beine vertreten und einen Blick auf den größten See des Central Parks werfen möchte, kann gegenüber des Guggenheims in den Park gehen und an dem ruhigen Ufer, mit Blick auf die Skyline von Manhattan, entlanglaufen.

Little Italy & Chinatown

In der unteren Hälfte der Stadt stoßen unterschiedliche Kulturen aneinander. Italien und China liegen nur ein paar Gehminuten voneinander entfernt und entführen einen, mitten in New York, in internationale Sphären. In diesem Teil der Stadt liegt auch der Showroom von Glossier – eine wichtige Adresse für alle Beauty-Liebhaber wie mich. Ansonsten sollte man sich meiner Meinung nach relativ ziellos durch diese bunten Viertel treiben und sich von den vielen kulinarischen Angeboten verführen lassen. Ganz entzückend ist die Mulberry Street, die Italien und China miteinander verbindet und aus gutem Grund zum Gegenstand vieler poetischer Werke, unter anderem von Billy Joel, geworden ist. Die Straße blüht im Frühling auf, war früher ein beliebter Aufenthaltsort von Frank Sinatra und gibt einem die Möglichkeit, die beste Pizza der Stadt zu probieren.
Chinatown ist für diejenigen ein Paradies, die bunte Fächer oder Lampions kaufen oder in einem realitätsnahen, chinesischem Supermarkt einkaufen gehen wollen. Die Atmosphäre ist bunt und zeigt einem New York City von einer ganz neuen Seite. Am besten kann man sich das Viertel von der U-Bahn-Haltestelle „Canal Street“ erschließen.

Downtown

Direkt neben der Wallstreet wird man von dem 9/11 Memorial und dem neuen One World Trade Center überwältigt. Mir sind an diesem Ort, ganz unvorbereitet die Tränen in die Augen geschossen, weil dieser Platz immer noch, auch 16 Jahre nach dem Terroranschlag, eine wahnsinnige Trauer und Fassungslosigkeit ausstrahlt. Sich die Zeit zu nehmen auf einem der Steine still zu sitzen und über die vielen Opfer und die schrecklichen Taten der letzten Jahrzehnte nachzudenken, tut gut und bringt uns zwischen den vielen Hupen und Menschen zu dem Kern des Lebens zurück.
Downtown kann man auch auf die Staten Island Ferry aufsteigen, die in der Woche im 15 Minuten Tackt von Ufer zu Ufer fährt. Auf diesem Weg bekommt man kostenfrei einen Blick auf Manhattan und kann sich die Insel mit Abstand angucken. Empfehlenswert ist natürlich auch der Gang über die Brooklyn Bridge.

West Village & Soho

Wer kleine Cafés, individuelle Geschäfte und romantische Straßen liebt, wird im Village und in Soho glücklich. Die rostroten Straßen, die wir alle aus Sex and the City kennen, sind in Wirklichkeit noch schöner und strahlen Wärme und Wohnlichkeit aus. Wer an Carries Apartment vorbei schlendern möchte, sollte sich die Perry Street merken, aber auch die Bleecker Street, denn diese Straße gehört wohl zu den schönsten der Stadt. Geschäfte und Cafés reihen sich aneinander, die Stimmung ist positiv und beinahe kleinstädtisch. An der Ecke zur Perry Street kann man sich dort einen Cupcake kaufen, wo Carrie und Miranda über das Verliebtsein philosophierten. Die historische Filiale der Patisserie ist unter einer blauen Markise versteckt und bringt tatsächlich die besten Süßigkeiten Manhattans hervor.
Soho ist der beste Ort, um Geld loszuwerden. In alten Gebäuden haben Designer ihre Plätze für aufregende Store-Konzepte gefunden und machen das Viertel zu einem multikulturellen Ort, der vor Charme sprüht. Ich empfehle einen Besuch bei Lululemon und Mansur Gavriel. Beide Geschäfte liegen an der Wooster Street und transportieren Qualität und Design. Wer schon mal in Soho ist, kann direkt eine Runde durch den Meatpacking District drehen.

Midtown

In der Mitte von Manhattan kann man kaum still stehen, so viel gibt es zu sehen. Trotzdem sollte man sich die Zeit nehmen, um in dem Gewimmel zu verweilen, um das Treiben zu beobachten und in sich aufzunehmen. Der Times Square ist zwar um jede Uhrzeit schrecklich voll, aber selbstverständlich einen Besuch wert, gleiches gilt für die High Line. Auf der alten Güterzugtrasse kann man schön spazieren gehen und die Stadt aus einem anderen Blickwinkel wahrnehmen.
Um den Blickwinkel geht es auch im Museum of Modern Art. Das MoMa hat es mir ermöglicht mein Lieblingsbild, die „No 10“ von Marc Rothko zu betrachten und viele weitere Kunstwerke und Designklassiker zu erleben. Spektakulär gut sind außerdem die Shops des Museums. Wunderschöne Orte in Midtown sind außerdem der Bryant Park und der Herald Square. An beiden Adressen kann man verweilen und kleine grüne Inseln zwischen den vielen Wolkenkratzern genießen. Am besten organisiert man sich ein typisch amerikanisches Essen und verspeist es in einem der Parks.
  

Leben Mode Outfit Reisen

Exploring New York City with my JOST Bag

April 17, 2017

Vor einer Woche bin ich in New York City angekommen und war in den ersten Stunden total erschlagen von den vielen Eindrücken, der Lautstärke der Stadt und den riesigen Dimensionen, an die ich mich erst mal gewöhnen musste. Wenige Stunden Schlaf später konnte ich dann aber endlich durchatmen und meinen Blick für die Schönheit und Vielfältigkeit öffnen. Wir haben den Jetlag einfach links liegen gelassen, zumindest solange es ging und haben uns auf den Weg durch die aufregendsten Straßen Amerikas gemacht. Überall Lichter, überall Menschen, überall etwas zu Entdecken.
Mit der Reise nach New York City ist ein Traum für mich in Erfüllung gegangen, den ich die letzten zehn Jahre vor mir hergeschoben habe und deswegen konnte ich mich nicht lange mit der Auswahl meiner Outfits aufgehalten, sondern bin in den letzten Tagen immer in bequeme Klamotten herumgelaufen, um meine Traumstadt so frei und unbeschwert wie möglich zu entdecken.

My Jost Backpack

Wenn man knapp 25000 Schritte pro Tag geht, testet man seine Kleidung wirklich auf Bequemlichkeit und Funktionalität. Meine ausgebeulte Jeans, mein Trenchcoat und meine Sneaker waren, genau wie erwartet, praktische Begleiter. Total überrascht hat mich allerdings mein neuer Rucksack von Jost. Dass ein Rucksack praktisch ist, war mir vorher klar, aber wie gut durchgedacht das Design und die Qualität von Jost ist, habe ich erst in New York in voller Pracht erfahren.
Der Rucksack, der in Kooperation mit der Künstlerin Kristina Suvorova entstanden ist, ist aus vollnarbigem Leder gefertigt und kann nicht nur auf dem Rücken getragen werden, sondern bei Bedarf auch als Schulter- oder Handtasche. Deswegen kann der Multitasker nicht nur lässig, sondern eignet sich auch als Arbeitstasche. Fabelhaft praktisch ist auch das kleine Reißverschlussfach am Rücken der Tasche, das der perfekte Ort für Schlüssel und Handy ist. Ich habe meinen neuen Rucksack überall mit hin genommen, habe mein Kameraequipment und meine Wasserflasche gemütlich auf dem Rücken durch New York getragen und mich immer wieder über diesen hübschen und gleichzeitig funktionalen Begleiter gefreut. Eine neue Lieblingstasche für alle Fälle!

Getragen: Mantel von Marc O´Polo / Jeans und Top von H&M /Turnschuhe von Adidas / Gürtel von Aigner / Tasche von Jost* 

Current Crush Leben

|Current Crush| Hanna Stefansson

April 10, 2017

Oh, wie habe ich mich gefreut, als ich Hanna Stefansson auf Instagram entdeckt habe. In dem Jungle aus etwas zu präzise gezupften Augenbrauen und aufgedrehten Haaren im Obrelook, stolpere ich zum Glück immer wieder über lebenslustige Frauen, die ihren Sinn für Ästhetik und ihre Leidenschaft für Mode mit der Welt teilen. Der 27 jährigen Bloggerin und ihren schwindelerregend grazilen Beinen folge ich seit knapp einem Monat auf Instagram und liebe, liebe, liebe ihren Account. Weil er so frisch und schwedisch ist.

Hanna Stefansson und ihr humorvoller Stil

Wenn ich an Schweden denke, wird mein Kopf von frischen klaren Farben erfüllt, von dem Gefühl eines ruhigen Sommertages und von freundlichen Menschen, die ihr Feierabendbier direkt am Wasser, mit ihren besten Freunden, genießen. Der Blog von Hanna Stefansson und ihr dazugehöriger Instagram-Account bündeln diese Assoziationen, hauchen ihnen Leben ein und machen sie greifbar. Die Schwedin nimmt ihre Leser mit auf ihre Reisen, zeigt ihnen die Welt durch ihre pastellfarbene Brille und versprüht Lust an Mode, Lust an Farbe und ungewöhnlichen Schnitten.
Seitdem ich ihre täglichen Postings gierig aufsauge, ist mein eigenes Verlangen nach Farbe neu erwacht. Ich bin wieder offener für den bunten Teil meines Kleiderschranks, habe meinen alten Faible für Second-Hand-Kleidung aufleben lassen und bin mir einmal mehr darüber bewusst geworden, wie sehr eine positive Ausstrahlung ein Leben verändern kann. Und das alles vom Betrachten eines Instagram-Accounts?

90er treffen Skandimodern

 Ja, das geht. Und zwar wenn das Farbschema so freundlich und aufgeräumt wie das eines Bildbandes über skandinavische Designklassiker ist. Ihr merkt, ich bin hin und weg von Hannas Mode, Hannas Fotos und der Aura ihrer Online-Präsenz. Diesen Instagram-Schatz durfte ich euch auf keinen Fall vorenthalten.
Verlinkt habe ich euch meine liebsten Outfits der letzten Wochen. Ich meine, wie fabelhaft ist diese rote Fendi-Tasche aus den 90ern in Kombination mit dem karierten Jacket? Ganz zu Schweigen von ihrem zeitlosen Haarschnitt, der Sonnenbrille und der alten rosafarbenen Wand an der sie lehnt. Fabelhaft, fabelhaft.
Absoluter Liebling ist außerdem ihre weite Tweedjacke, die sie mit einer himmelblauen Baskenmütze kombiniert hat. Dass Hannas Jeans an jedem Tag ausgezeichnet aussehen, ist natürlich auch ihrer Figur geschuldet, aber trotzdem beweist ihre Auswahl ein Verständnis für Proportionen und Stilempfinden. Sie war auch diejenige, die mir die spitzen Pumps von Gestuz näher gebracht hat.
Außerdem ist Hanna Stefansson die Gründerin von Frukostfolket – einer tollen Workshop-Idee. Also: Folgen, liken und inspirieren lassen.

Beauty Skincare

Luxury Beauty Haul

April 7, 2017

Mittlerweile kaufe ich deutlich weniger Beauty-Produkte, als noch vor einige Jahren. Das liegt nicht daran, dass meine Begeisterung kleiner geworden, sondern mein Blog größer geworden ist. Mit jedem Jahr bekomme ich mehr Produkte zum Testen von Marken und PR-Agenturen zugeschickt und das ist, darüber bin ich mir bewusst, ein riesiges Privileg. Obwohl ich einen großen Teil der Produkte an Freundin, Schwester und Mama weitergebe, ist meine Kommode so voll wie noch nie und deswegen habe ich mein Kaufverhalten verändert. Ich kaufe jetzt ausgewählter und seltener. Einige Beauty Produkte sind in den vergangenen Monaten aber doch auf meine Wunschliste gewandert und deswegen habe ich Anfang der Woche, in einer Nacht- und Nebelaktion, auf Net-a-Porter zugeschlagen und mir einen Beauty Haul der Extraklasse gegönnt. Die einzelnen Produkte und den dazugehörigen ersten Eindruck stelle ich euch heute vor. Ausführliche Reviews folgen dann im Laufe des Jahres.

Mein Beauty Haul 2017

Wie sehr ich Linda Rodin verehre habe ich bereits an einigen Stellen auf „Rothaariges“ mit euch geteilt und auch auf Twitter lasse ich mich regelmäßig über ihre fabelhaften Outfits und ihren niedlichen Pudel Winky aus. Dass ich mich irgendwann durch ihre, leider sehr kostspielige, Beauty-Serie testen würde, war also schon lange besiegelt. Weil mein momentanes Haaröl von Balea (sehr günstig, aber gut!) zur Neige geht, habe ich mich dazu entschieden eine Unsumme für Lindas „Luxury Hair Oil“ auszugeben. Zum einen, das gebe ich zu, weil die Ästhetik ihrer Produkte in mein Schlafzimmer bringen möchte, aber auch, weil ich gespannt auf ihre Inhaltsstoffe bin. Das Haaröl soll stumpfes Haar wieder gesund pflegen. Mit einer Mischung aus Ölen von Ringelblume, Süßmandel, Jojoba, Sonnenblume, Neroli und Rosmarin wird das Haar gepflegt. Erster Eindruck: Das Öl riecht nach natürlichen Inhaltsstoffen, ist sehr dickflüssig und sollte sparsam eingesetzt werden. Ob es bessere Ergebnisse als meine günstigen Alternativen aus der Drogerie erzielt, weiss ich noch nicht.
Der „Soft Matte Concealer“ gehört zu den neuesten Produkten von NARS und hat direkt, bei der ersten Begegnung, meine Aufmerksamkeit erregt. Der Concealer verspricht hohe Deckkraft mit einer ölfreien aber cremigen Formulierung. Angereichert ist der Concealer mit Hyaluronsäue, die für eine ausreichende Feuchtigkeitszufuhr sorgt. Das Tolle an Nars-Concealern ist die Farbauswahl, denn das Label denkt an extrem hell- oder dunkelhäutige Menschen. Die Farbe „Chantilly“ passt perfekt zu meinem Teint. Ich bin froh, den Concealer für Bad-Skin-Days gesichert zu haben und werde ihn dann, wenn sich mal wieder Unreinheiten melden, ausgiebig austesten.
Die Hautöle von Sunday Riley haben im letzten Jahr die Beauty-Welt erobert. Und zwar im Sturm. Bei „Flora“ handelt es sich um ein hocheffektives und feuchtigkeitsspendendes Gesichtsöl, das den Teint verfeinern soll. Das Öl besteht aus russischen, bulgarischen und türkischen Rosen sowie Antioxidantien. Besonders gut gefällt mir, dass das Öl sehr schnell von der Haut aufgenommen wird und deswegen auch am Morgen aufgetragen werden kann. Nach den ersten zwei Anwendungen fühlt sich meine Haut ausgeglichen und gut versorgt an. Die Anti-Aging-Wirkung macht sich mit einem glättenden Effekt bemerkbar. Einziger Nachteil: Der Duft ist gewöhnungsbedürftig und nicht so blumig, wie erwartet.
Noch so ein populäres Produkt ist das „Texturizing Hair Spray“ von Ouai Haircare. Das verspricht grandiose Leistungen in Sachen Volumen und soll dem Haar Fülle verleihen. Obwohl ich eigentlich keine Probleme mit feinem Haar habe, kann ich an müden Tagen eine extra große Portion „Va Va Vom“ vertragen. Ich freue mich das Haarspray, mit vulkanischen Mineralien, auszutesten.
Letztes Super-Teil meines Beauty Hauls ist die Schlafmaske von Slip. Diesen Traum aus Maulbeerseide habe ich mir mit Blick auf die Flüge der nächsten Wochen erfüllt, denn ein erholsamer Schlaf über den Wolken ist mir diese Investition wert. Die Schlafmaske ist himmlisch weich gepolstert, lässt kein Licht durch und liegt ganz leicht auf dem Gesicht. Einen ausführlichen Erfahrungsbericht gibt es nach den Reisen des Monats.

„Luxury Hair Oil“ von Linda Rodin / „Soft Matte Concealer“ von NARS / „Flora“ von Sunday Riley /  „Texturizing Hair Spray“ von Ouai Haircare / Schlafmaske von Slip 

Handbagstories Mode

|Handbagstories| Longchamp Le Pliage Néo

April 5, 2017

Jedes Mal, wenn ich diese Tasche auf Instagram oder Snapchat zeige, bekomme ich viele Nachrichten: Was ist das für ein Modell? Kannst du eine Review machen? In welcher Größe hast du die Tasche? Eigentlich verwunderlich, denn die Taschen von Longchamp gehören wohl zu den populärsten Designer-Taschen. Wagt man einen Schritt auf die Düsseldorfer Königsallee sieht man die Taschen an jedem zweiten Handgelenk fröhlich vorbei schwingen. Ein Grund mehr, warum ich mich bis an mein Lebensende gegen die üblichen Le Pliage Modelle sträuben werde. Eigentlich schade, denn die Idee hinter dem Taschenmodell ist wunderbar. Es ist zum Reisen und zum Leben erfunden worden. Ein robuster Alltagsbegleiter, der es dir ohne Kopfzerbrechen um empfindliches Leder ermöglichen soll, deine Schätze mit dir herum zu tragen, unter Flugzeugsitzen zu verstauen oder auf deinen Gepäckträger zu schnallen. Ein robustes Design für sorgenfreie Abenteuer.

Le Pliage Néo

Weil mir die 0acht15-Damen der Düsseldorfer Gesellschaft die Freude an dem Klassiker von Longchamp verdorben haben, bin ich ein Verfechter der Le Pliage Néo. Diese Modelle sind einfarbig und damit ein bisschen mehr Understatement. Die sonst braunen Lederdetails, wie Henkel und Verschlussklappe, fügen sich unauffällig in das Design der Tasche ein und machen die ganze Angelegenheit etwas weniger „preppy“. Toll ist außerdem, dass die Néos mit einem bequemen Schultergurt geliefert werden, der sie zu den perfekten Reisebegleitern macht. Ich nehme meine Tasche auch gerne mit ins Fitnessstudio oder benutze sie als Weekender für kurze Reisen.
Jetzt, einige Tage vor meinem Flug nach NYC, habe ich die Tasche wieder aus meinem Schrank gewühlt, damit sie mich als Handgepäck-Liebling nach Amerika begleiten kann. Die mittlere Größe ist geräumig genug für meine Bücher, meinen Laptop und meine Kamera, die riesigen Kopfhörer und andere Kleinigkeiten, die mir die acht Stunden im Flugzeug erleichtern werden. Das Schöne an der Tasche ist, dass ich mir keine Gedanken darüber machen muss, ob sie lebendig aus der Sicherheitskontrolle kommt oder ob sich ein unaufmerksamer Passagier auf sie drauf setzt. Sie ist aus Nylon und hält einfach alles aus. Deswegen bin ich überglücklich über diesen Sale-Fund.

Le Pliage Neo von Longchamp in der Größe M / Farbe aus der Sommerkollektion 2016 

Leben Work Life

|Worklife| A day in my Homeoffice

April 3, 2017

Nachdem mein Beitrag zu meinem Freelancer-Dasein letzten Monat sehr gut von euch angenommen wurde, nehme ich euch heute mal mit durch einen Tag in meinem beschaulichen Büro. Das ist jeden Tag zu unterschiedliche Uhrzeiten geöffnet, feste Regeln gibt es eigentlich nicht und meine To-Do-Liste sieht auch jeden Tag anders aus. Eine Konstante gibt es allerdings und das bin ich. Manchmal den ganzen Tag im Schlafanzug, andere Male adrett zurechtgemacht, weil ich das Haus für Interviewtermine oder Blog-Projekte verlassen muss. Mein kleiner Kosmos ist meistens ein ruhiger Raum, in dem es wenig Platz für Stress gibt, denn ich arbeite stur nach dem Mantra „Durchatmen und stur weiterarbeiten“. Aus der Ruhe können mich nur plötzliche Einsätze wegen Verkehrsunfällen oder Menschen, die niemals nie zurückrufen, bringen.

8 bis 10 Uhr – Orientierungsphase

Ich bin ein Langschläfer und das wird vermutlich immer so bleiben. Normalerweise sollte ich dann aufstehen, wenn mein Wecker klingelt – also so zwischen 7 und 8 Uhr, damit ich um Punkt 9 am Schreibtisch sitzen und meinen Computer aus seiner nächtlichen Ruhe wachrütteln kann. Mittlerweile geht diese Planung meistens auf und ich rolle mich, nach einem intensiven Durchwühlen der nächtlichen Instagram-Aktivitäten, aus dem Bett. Ein bisschen Beauty im Badezimmer, ein bisschen Frühstück in der Küche und der Tag kann losgehen.
Mein erster beruflicher Handgriff öffnet das Postfach, um einen Überblick über die aktuelle Lage zu gewinnen. Da gibt es offene E-Mails, die schon mehrere Tage auf mich warten, ganz neue Nachrichten, auf die ich reagieren muss und Kooperationsanfragen über die ich mir erstmal, bevor ich antworte, Gedanken machen will. Aus dieser ersten Orientierung entwächst meistens die To-Do-Liste eines Tages. Teil davon sind natürlich auch die anderen Termine, die bereits in meinem Kalender stehen und bewältigt werden wollen.

10 bis 14.30 Uhr – Abarbeiten und Haken dran

Weil mein Blog den kleinsten Teil meines Einkommens bildet, muss mein Herzensprojekt sich an den meisten Tagen in Geduld üben. Zuerst arbeite ich die Aufträge und Artikel ab, die fertig werden müssen, weil Redaktionen auf meine Texte oder Bilder warten. An Montagen wie heute bin ich mit einer Liste von fünf offenen Texten gestartet und habe jetzt, um knapp 15 Uhr, fast alles abgearbeitet. Ok, ein Interview muss noch verschriftlicht und autorisiert werden, aber das kann bis morgen warten. Während ich die Notizen aus meinen Blöcken zu zusammenhängenden Geschichte verwandle, klingelt mein Handy immer wieder, um weitere Termine für die Woche anzunehmen oder Absprachen mit Auftraggebern zu treffen. Jetzt, nach knapp fünf Stunden Arbeit zeigt mein Anrufverlauf 17 ein- und ausgehende Telefonate an. Das ist auf der einen Seite schön, weil ich dank dieser Gespräche nicht alleine an meinem Schreibtisch versauere, auf der anderen Seite anstrengend, weil mein Schreibfluss immer wieder von anderen, neu eingehenden Informationen, unterbrochen wird. Das ist eben ein großer Nachteil des Ein-Mann-Büros: Alle Angelegenheiten, ob Telefonate, E-Mails, Postverkehr oder anderer administrativer Natur, müssen von dir selbst bearbeitet werden. Es gibt kein Vorzimmer, niemanden der dich vertritt oder mal eben ans Telefon gehen kann. Mit dem jetzigen Pensum ist das aber alles wunderbar zu schaffen und ich freue mich auf diesem Weg zu lernen ein Büro in all seinen Facetten selber zu steuern.

15 bis 17 Uhr – Eigenregie und Kreativität

Nachdem der größte Teil abgearbeitet ist, habe ich Zeit mich meinem Blog und anderen kreativen Aufgaben zu widmen. In diesem Zeitfenster schreibe ich die Texte für neue Blogeinträge, verfeinere den Redaktionsplan für rothaariges.de, setze meine Ideen mit neuen Fotos um und verwüste dabei meistens mein gesamtes Umfeld. Kreativität produziert Chaos – so ist das zumindest in meinem Fall. Heute arbeite ich für die kommende Woche vor, weil ich viel unterwegs seien werde, aber euch trotzdem jeden zweiten Tag mit einem neuen Beitrag versorgen möchte.
Während ich versuche interessante Inhalte für meinen Blog umzusetzen, steht die Welt natürlich nicht still, sondern versorgt mich weiter mit Telefonaten und E-Mails. Das fröhliche „Rrringrrring“ verstummt meistens gegen 17.30 Uhr, wenn andere Büros langsam ihre Computer herunterfahren.

18 bis 19 Uhr – Restposten und Browsen

Ich nutze die Ruhe des frühen Abends gerne, um meine „Restposten“ abzuarbeiten. Das können liegengebliebene Rechnungen oder letzte Korrekturen an einem Text sein. Außerdem stöbere ich zu diesem Zeitpunkt gerne auf anderen Blogs herum, lesen die besten Artikel des Tages und gucke YouTube-Videos, die mich interessieren und neue Ideen produzieren könnten. An vielen Tagen muss ich gegen 19 Uhr auch dann noch mal das Haus verlassen, um gesellschaftliche Veranstaltungen journalistisch zu begleiten.

Während manche Tage genauso, relativ statisch am Schreibtisch verlaufen, bin ich an anderen Tagen von morgens bis abends unterwegs und brause mit meinem Roadster durchs Bergische Land. Langweilig wird es in meinem Homeoffice zum Glück selten.

Beauty Leben Mode

|March| Last Month Treasures

April 2, 2017

Und wieder ein Monat rum, uff! Die Monate und Wochen vergehen nach wie vor viel zu schnell, aber ich bin froh, dass ich meinem wohl größten Abenteuer für dieses Jahr etwas näher gekommen bin, denn nächste Woche geht es endlich, endlich nach New York City. Mit dieser Reise erfülle ich mir den wohl größten Traum der letzten zehn Jahre und bin deswegen schon jetzt ganz aufgeregt und voller Freude. Mit Amerika im Blick ist der März wie im Schweinsgalopp vergangen, aber trotzdem habe ich wieder tolle neue Beautyprodukte entdeckt, neue Outfits kombiniert, viel gelesen und Musik gehört. Die Favoriten der letzten vier Wochen gibt es also heute, immer am ersten Sonntag eines Monats, im Schnelldurchlauf.

 Leben

Kein Hund kommt ungestreichelt an mir vorbei. Ich liebe diese freundlichen Vierbeiner, die uns treu zur Seite stehen und voller Glück sind. Bester Schatz ist natürlich unsere Hundedame, die mich jeden Tag tröstet, lieb anzwinkert und mein Leben in allen Facetten bereichert. Hummel hat mich in den letzten 15 Jahren erwachsen werden sehen und ich habe sie dabei beobachtet, wie sie ihren kleinen Kosmos entdeckt hat. Mir zerbricht das Herz, wenn ich sie jetzt, als Hundeseniorin, dabei beobachte, wie kleine Strecken zur Prüfung werden und wie ihr Körper immer schwächer wird. Jede Minute, jeder Tag mit ihr an unserer Seite ist ein Geschenk und ich werde sentimental, wenn ich über ihr Alter nachdenke. Nichtsdestotrotz bin ich dankbar für diese Zuversicht auf vier Beinen, ihr großes Herz und ihre Nachsichtigkeit mit mir.
Obwohl ich am liebsten Zuhause bin, nicht nur weil dort ein lieber Hund auf mich wartet, war die Zeit, die ich diesen Monat im „Vier Jahreszeiten“ verbracht habe, grandios! Noch nie habe ich mich in einem Hotel so wohl gefühlt, wie in meinem Zimmer direkt an der Alster. In meiner Review über das Hotel habe ich die Details meines Aufenthalts mit euch geteilt und euch noch mehr Eindrücke aus dem Traditionshotel geliefert.
Favorit des Monats sind natürlich auch die vielen Kirschblüten, die uns in den letzten Wochen den Alltag versüßt haben. Überall summen Bienen, die Blüten fallen im Sonnenlicht zu Boden und die Menschen verweilen, um sich die prächtigen Baumkronen anzusehen. Der Frühling ist endlich da!

Beauty & Mode

Vergangene Woche habe ich mein erstes Frühlings-Outfit getragen. Ich habe die Socken im Schrank gelassen und endlich meine bestickten Pumps von Aquazurra eingeweiht, die seit einiger Zeit in meinem Schuhschrank auf ihren ersten Einsatz gewartet haben. Dazu habe ich meine dunkelrote Culotte und meine geliebte Chloe Faye Bag kombiniert, die ich immer noch abgöttisch liebe.
In Sachen Beauty hat mich das Kontur-Duo von Tom Ford überzeugt, das ich beinahe jeden Tag getragen habe. Gleiches gilt für „Mediterranean Honeysuckle“ von Aerin. Diesen Duft habe ich bereits letztes Jahr für mich entdeckt und kann mit Überzeugung sagen, dass dieser Duft wohl die beste Wahl für die sonnigen Monate ist. Meine Haut hat im März das „Advanced Night Repair“ Serum von Estée Lauder geliebt. Die feuchtigkeitsspendende und glättende Formulierung zieht schnell ein und hat sich zu meiner Geheimwaffe entwickelt.

Literatur, Musik & Videos

Gelesen habe ich im März verhältnismäßig viel. Das liegt wahrscheinlich an den vielen Zugfahrten, denn im Zug liest es sich immer noch am besten. Ganz wunderbar finde ich Biografie „Tanz kann fast alles sein“ über das Leben und Arbeiten von Pina Bausch. Das Buch erzählt nicht nur Tanzgeschichte, sondern gibt auch Einblick in das Leben einer wunderbare Künstlerin und Mutter sowie in eine wichtige Zeit der Wuppertaler Kulturgeschichte. Für mich eine große Portion Heimat.
Gehört habe ich viel Blues, insbesondere den von Henrik Freischlader. Der ist im Bergischen Land zwar nicht ganz so bekannt wie Pina Bausch, aber ebenfalls eine Künstler der Region, der international erfolgreich ist. Die Musik des Bluesgitarristen ist rockig, manchmal ruhig und romantisch – einfach fabelhaft. Bitte reinhören!
Neben Musik und Literatur empfehle ich euch heute aber auch zwei YouTube-Videos. Die Folge „Dinner For Five“ mit Marilyn Manson und Andy Dick ist unterhaltsam und hat mich persönlich sehr  amüsiert. Die Runde spricht über die amerikanische Filmindustrie, skurrile Stripclubs und schreibt damit selber ein Stück TV-Geschichte.
Toll finde ich außerdem die Video-Reihe „Inside The Wardrobe Of“ der englischen Bloggerin Olivia Grace. Sie kommt in diesem Format mit Freundinnen oder anderen kreativen Frauen über Kleidung und Stilempfinden ins Gespräch. Zu betrachten gibt es schöne Aufnahmen von vollgestopften Kleiderschränken!