Leben Reisen

|Travelguide| What to do in NYC + VLOG

April 19, 2017

Eine Woche in New York City reicht natürlich längst nicht aus, um alle Facetten dieser verrückten Stadt zu begreifen, aber für einen ersten Eindruck genügt die Zeit. Wir haben wahnsinnig viel gesehen und ich habe versucht mir die schönsten Aktivitäten für euch zu merken, um sie hier auf meinem Blog zu konservieren. Vielleicht rufe ich diesen Beitrag in einiger Zeit selber erneut auf, wenn es ein zweites Mal nach NYC geht. Wer weiss, wer weiss.
Ich versuche mich in diesem Beitrag auf die Erlebnisse zu beschränken, die mir selber am meisten Freude bereitet haben und die ich selber erlebt habe. Falls ihr weitere Empfehlungen für die erste Amerika-Reise habt, teilt sie uns doch allen in den Kommentaren mit. Was wir genau in NYC gemacht haben, könnt ihr euch übrigens auch in meinem Vlog ansehen, der seit gestern auf meinem YouTube-Kanal bereit steht.

Upper East Side

Die Upper East Side kennen wir alle aus Gossip Girl. Hier wohnen reiche Menschen mit einer Schwäche für perfekt gestylte Hunde, eigene Hausmädchen und Privatschulen. Dementsprechend poliert ist dieses Viertel von NYC und steht damit im großen Kontrast zu dem Rest der Stadt, der meist laut und dreckig ist. Auf der Upper East Side kann man aber nicht nur gut wohnen, sondern auch durch Museen schlendern und sich Zugang zu einem schönen Teil des Central Park verschaffen.
Neben dem Metropolitan Museum of Art, eines der größten Museen Amerikas, steht auf der Upper East Side das Solomon R. Guggenheim Museum, das 1939 für Moderne Kunst ins Leben gerufen wurde. Wem die Zeit fehlt sich die Sammlung des Museums anzugucken, sollte auf jeden Fall die außergewöhnliche Architektur des Museums bestaunen. Direkt gegenüber des Museums stehen Parkbänke unter einer Baumallee, die ein perfekter Platz für eine Pause sind. Hinsetzen, gucken und genießen.
Wer sich ein bisschen die Beine vertreten und einen Blick auf den größten See des Central Parks werfen möchte, kann gegenüber des Guggenheims in den Park gehen und an dem ruhigen Ufer, mit Blick auf die Skyline von Manhattan, entlanglaufen.

Little Italy & Chinatown

In der unteren Hälfte der Stadt stoßen unterschiedliche Kulturen aneinander. Italien und China liegen nur ein paar Gehminuten voneinander entfernt und entführen einen, mitten in New York, in internationale Sphären. In diesem Teil der Stadt liegt auch der Showroom von Glossier – eine wichtige Adresse für alle Beauty-Liebhaber wie mich. Ansonsten sollte man sich meiner Meinung nach relativ ziellos durch diese bunten Viertel treiben und sich von den vielen kulinarischen Angeboten verführen lassen. Ganz entzückend ist die Mulberry Street, die Italien und China miteinander verbindet und aus gutem Grund zum Gegenstand vieler poetischer Werke, unter anderem von Billy Joel, geworden ist. Die Straße blüht im Frühling auf, war früher ein beliebter Aufenthaltsort von Frank Sinatra und gibt einem die Möglichkeit, die beste Pizza der Stadt zu probieren.
Chinatown ist für diejenigen ein Paradies, die bunte Fächer oder Lampions kaufen oder in einem realitätsnahen, chinesischem Supermarkt einkaufen gehen wollen. Die Atmosphäre ist bunt und zeigt einem New York City von einer ganz neuen Seite. Am besten kann man sich das Viertel von der U-Bahn-Haltestelle „Canal Street“ erschließen.

Downtown

Direkt neben der Wallstreet wird man von dem 9/11 Memorial und dem neuen One World Trade Center überwältigt. Mir sind an diesem Ort, ganz unvorbereitet die Tränen in die Augen geschossen, weil dieser Platz immer noch, auch 16 Jahre nach dem Terroranschlag, eine wahnsinnige Trauer und Fassungslosigkeit ausstrahlt. Sich die Zeit zu nehmen auf einem der Steine still zu sitzen und über die vielen Opfer und die schrecklichen Taten der letzten Jahrzehnte nachzudenken, tut gut und bringt uns zwischen den vielen Hupen und Menschen zu dem Kern des Lebens zurück.
Downtown kann man auch auf die Staten Island Ferry aufsteigen, die in der Woche im 15 Minuten Tackt von Ufer zu Ufer fährt. Auf diesem Weg bekommt man kostenfrei einen Blick auf Manhattan und kann sich die Insel mit Abstand angucken. Empfehlenswert ist natürlich auch der Gang über die Brooklyn Bridge.

West Village & Soho

Wer kleine Cafés, individuelle Geschäfte und romantische Straßen liebt, wird im Village und in Soho glücklich. Die rostroten Straßen, die wir alle aus Sex and the City kennen, sind in Wirklichkeit noch schöner und strahlen Wärme und Wohnlichkeit aus. Wer an Carries Apartment vorbei schlendern möchte, sollte sich die Perry Street merken, aber auch die Bleecker Street, denn diese Straße gehört wohl zu den schönsten der Stadt. Geschäfte und Cafés reihen sich aneinander, die Stimmung ist positiv und beinahe kleinstädtisch. An der Ecke zur Perry Street kann man sich dort einen Cupcake kaufen, wo Carrie und Miranda über das Verliebtsein philosophierten. Die historische Filiale der Patisserie ist unter einer blauen Markise versteckt und bringt tatsächlich die besten Süßigkeiten Manhattans hervor.
Soho ist der beste Ort, um Geld loszuwerden. In alten Gebäuden haben Designer ihre Plätze für aufregende Store-Konzepte gefunden und machen das Viertel zu einem multikulturellen Ort, der vor Charme sprüht. Ich empfehle einen Besuch bei Lululemon und Mansur Gavriel. Beide Geschäfte liegen an der Wooster Street und transportieren Qualität und Design. Wer schon mal in Soho ist, kann direkt eine Runde durch den Meatpacking District drehen.

Midtown

In der Mitte von Manhattan kann man kaum still stehen, so viel gibt es zu sehen. Trotzdem sollte man sich die Zeit nehmen, um in dem Gewimmel zu verweilen, um das Treiben zu beobachten und in sich aufzunehmen. Der Times Square ist zwar um jede Uhrzeit schrecklich voll, aber selbstverständlich einen Besuch wert, gleiches gilt für die High Line. Auf der alten Güterzugtrasse kann man schön spazieren gehen und die Stadt aus einem anderen Blickwinkel wahrnehmen.
Um den Blickwinkel geht es auch im Museum of Modern Art. Das MoMa hat es mir ermöglicht mein Lieblingsbild, die „No 10“ von Marc Rothko zu betrachten und viele weitere Kunstwerke und Designklassiker zu erleben. Spektakulär gut sind außerdem die Shops des Museums. Wunderschöne Orte in Midtown sind außerdem der Bryant Park und der Herald Square. An beiden Adressen kann man verweilen und kleine grüne Inseln zwischen den vielen Wolkenkratzern genießen. Am besten organisiert man sich ein typisch amerikanisches Essen und verspeist es in einem der Parks.
  

Leben Mode Outfit Reisen

Exploring New York City with my JOST Bag

April 17, 2017

Vor einer Woche bin ich in New York City angekommen und war in den ersten Stunden total erschlagen von den vielen Eindrücken, der Lautstärke der Stadt und den riesigen Dimensionen, an die ich mich erst mal gewöhnen musste. Wenige Stunden Schlaf später konnte ich dann aber endlich durchatmen und meinen Blick für die Schönheit und Vielfältigkeit öffnen. Wir haben den Jetlag einfach links liegen gelassen, zumindest solange es ging und haben uns auf den Weg durch die aufregendsten Straßen Amerikas gemacht. Überall Lichter, überall Menschen, überall etwas zu Entdecken.
Mit der Reise nach New York City ist ein Traum für mich in Erfüllung gegangen, den ich die letzten zehn Jahre vor mir hergeschoben habe und deswegen konnte ich mich nicht lange mit der Auswahl meiner Outfits aufgehalten, sondern bin in den letzten Tagen immer in bequeme Klamotten herumgelaufen, um meine Traumstadt so frei und unbeschwert wie möglich zu entdecken.

My Jost Backpack

Wenn man knapp 25000 Schritte pro Tag geht, testet man seine Kleidung wirklich auf Bequemlichkeit und Funktionalität. Meine ausgebeulte Jeans, mein Trenchcoat und meine Sneaker waren, genau wie erwartet, praktische Begleiter. Total überrascht hat mich allerdings mein neuer Rucksack von Jost. Dass ein Rucksack praktisch ist, war mir vorher klar, aber wie gut durchgedacht das Design und die Qualität von Jost ist, habe ich erst in New York in voller Pracht erfahren.
Der Rucksack, der in Kooperation mit der Künstlerin Kristina Suvorova entstanden ist, ist aus vollnarbigem Leder gefertigt und kann nicht nur auf dem Rücken getragen werden, sondern bei Bedarf auch als Schulter- oder Handtasche. Deswegen kann der Multitasker nicht nur lässig, sondern eignet sich auch als Arbeitstasche. Fabelhaft praktisch ist auch das kleine Reißverschlussfach am Rücken der Tasche, das der perfekte Ort für Schlüssel und Handy ist. Ich habe meinen neuen Rucksack überall mit hin genommen, habe mein Kameraequipment und meine Wasserflasche gemütlich auf dem Rücken durch New York getragen und mich immer wieder über diesen hübschen und gleichzeitig funktionalen Begleiter gefreut. Eine neue Lieblingstasche für alle Fälle!

Getragen: Mantel von Marc O´Polo / Jeans und Top von H&M /Turnschuhe von Adidas / Gürtel von Aigner / Tasche von Jost* 

Current Crush Leben

|Current Crush| Hanna Stefansson

April 10, 2017

Oh, wie habe ich mich gefreut, als ich Hanna Stefansson auf Instagram entdeckt habe. In dem Jungle aus etwas zu präzise gezupften Augenbrauen und aufgedrehten Haaren im Obrelook, stolpere ich zum Glück immer wieder über lebenslustige Frauen, die ihren Sinn für Ästhetik und ihre Leidenschaft für Mode mit der Welt teilen. Der 27 jährigen Bloggerin und ihren schwindelerregend grazilen Beinen folge ich seit knapp einem Monat auf Instagram und liebe, liebe, liebe ihren Account. Weil er so frisch und schwedisch ist.

Hanna Stefansson und ihr humorvoller Stil

Wenn ich an Schweden denke, wird mein Kopf von frischen klaren Farben erfüllt, von dem Gefühl eines ruhigen Sommertages und von freundlichen Menschen, die ihr Feierabendbier direkt am Wasser, mit ihren besten Freunden, genießen. Der Blog von Hanna Stefansson und ihr dazugehöriger Instagram-Account bündeln diese Assoziationen, hauchen ihnen Leben ein und machen sie greifbar. Die Schwedin nimmt ihre Leser mit auf ihre Reisen, zeigt ihnen die Welt durch ihre pastellfarbene Brille und versprüht Lust an Mode, Lust an Farbe und ungewöhnlichen Schnitten.
Seitdem ich ihre täglichen Postings gierig aufsauge, ist mein eigenes Verlangen nach Farbe neu erwacht. Ich bin wieder offener für den bunten Teil meines Kleiderschranks, habe meinen alten Faible für Second-Hand-Kleidung aufleben lassen und bin mir einmal mehr darüber bewusst geworden, wie sehr eine positive Ausstrahlung ein Leben verändern kann. Und das alles vom Betrachten eines Instagram-Accounts?

90er treffen Skandimodern

 Ja, das geht. Und zwar wenn das Farbschema so freundlich und aufgeräumt wie das eines Bildbandes über skandinavische Designklassiker ist. Ihr merkt, ich bin hin und weg von Hannas Mode, Hannas Fotos und der Aura ihrer Online-Präsenz. Diesen Instagram-Schatz durfte ich euch auf keinen Fall vorenthalten.
Verlinkt habe ich euch meine liebsten Outfits der letzten Wochen. Ich meine, wie fabelhaft ist diese rote Fendi-Tasche aus den 90ern in Kombination mit dem karierten Jacket? Ganz zu Schweigen von ihrem zeitlosen Haarschnitt, der Sonnenbrille und der alten rosafarbenen Wand an der sie lehnt. Fabelhaft, fabelhaft.
Absoluter Liebling ist außerdem ihre weite Tweedjacke, die sie mit einer himmelblauen Baskenmütze kombiniert hat. Dass Hannas Jeans an jedem Tag ausgezeichnet aussehen, ist natürlich auch ihrer Figur geschuldet, aber trotzdem beweist ihre Auswahl ein Verständnis für Proportionen und Stilempfinden. Sie war auch diejenige, die mir die spitzen Pumps von Gestuz näher gebracht hat.
Außerdem ist Hanna Stefansson die Gründerin von Frukostfolket – einer tollen Workshop-Idee. Also: Folgen, liken und inspirieren lassen.

Beauty Skincare

Luxury Beauty Haul

April 7, 2017

Mittlerweile kaufe ich deutlich weniger Beauty-Produkte, als noch vor einige Jahren. Das liegt nicht daran, dass meine Begeisterung kleiner geworden, sondern mein Blog größer geworden ist. Mit jedem Jahr bekomme ich mehr Produkte zum Testen von Marken und PR-Agenturen zugeschickt und das ist, darüber bin ich mir bewusst, ein riesiges Privileg. Obwohl ich einen großen Teil der Produkte an Freundin, Schwester und Mama weitergebe, ist meine Kommode so voll wie noch nie und deswegen habe ich mein Kaufverhalten verändert. Ich kaufe jetzt ausgewählter und seltener. Einige Beauty Produkte sind in den vergangenen Monaten aber doch auf meine Wunschliste gewandert und deswegen habe ich Anfang der Woche, in einer Nacht- und Nebelaktion, auf Net-a-Porter zugeschlagen und mir einen Beauty Haul der Extraklasse gegönnt. Die einzelnen Produkte und den dazugehörigen ersten Eindruck stelle ich euch heute vor. Ausführliche Reviews folgen dann im Laufe des Jahres.

Mein Beauty Haul 2017

Wie sehr ich Linda Rodin verehre habe ich bereits an einigen Stellen auf „Rothaariges“ mit euch geteilt und auch auf Twitter lasse ich mich regelmäßig über ihre fabelhaften Outfits und ihren niedlichen Pudel Winky aus. Dass ich mich irgendwann durch ihre, leider sehr kostspielige, Beauty-Serie testen würde, war also schon lange besiegelt. Weil mein momentanes Haaröl von Balea (sehr günstig, aber gut!) zur Neige geht, habe ich mich dazu entschieden eine Unsumme für Lindas „Luxury Hair Oil“ auszugeben. Zum einen, das gebe ich zu, weil die Ästhetik ihrer Produkte in mein Schlafzimmer bringen möchte, aber auch, weil ich gespannt auf ihre Inhaltsstoffe bin. Das Haaröl soll stumpfes Haar wieder gesund pflegen. Mit einer Mischung aus Ölen von Ringelblume, Süßmandel, Jojoba, Sonnenblume, Neroli und Rosmarin wird das Haar gepflegt. Erster Eindruck: Das Öl riecht nach natürlichen Inhaltsstoffen, ist sehr dickflüssig und sollte sparsam eingesetzt werden. Ob es bessere Ergebnisse als meine günstigen Alternativen aus der Drogerie erzielt, weiss ich noch nicht.
Der „Soft Matte Concealer“ gehört zu den neuesten Produkten von NARS und hat direkt, bei der ersten Begegnung, meine Aufmerksamkeit erregt. Der Concealer verspricht hohe Deckkraft mit einer ölfreien aber cremigen Formulierung. Angereichert ist der Concealer mit Hyaluronsäue, die für eine ausreichende Feuchtigkeitszufuhr sorgt. Das Tolle an Nars-Concealern ist die Farbauswahl, denn das Label denkt an extrem hell- oder dunkelhäutige Menschen. Die Farbe „Chantilly“ passt perfekt zu meinem Teint. Ich bin froh, den Concealer für Bad-Skin-Days gesichert zu haben und werde ihn dann, wenn sich mal wieder Unreinheiten melden, ausgiebig austesten.
Die Hautöle von Sunday Riley haben im letzten Jahr die Beauty-Welt erobert. Und zwar im Sturm. Bei „Flora“ handelt es sich um ein hocheffektives und feuchtigkeitsspendendes Gesichtsöl, das den Teint verfeinern soll. Das Öl besteht aus russischen, bulgarischen und türkischen Rosen sowie Antioxidantien. Besonders gut gefällt mir, dass das Öl sehr schnell von der Haut aufgenommen wird und deswegen auch am Morgen aufgetragen werden kann. Nach den ersten zwei Anwendungen fühlt sich meine Haut ausgeglichen und gut versorgt an. Die Anti-Aging-Wirkung macht sich mit einem glättenden Effekt bemerkbar. Einziger Nachteil: Der Duft ist gewöhnungsbedürftig und nicht so blumig, wie erwartet.
Noch so ein populäres Produkt ist das „Texturizing Hair Spray“ von Ouai Haircare. Das verspricht grandiose Leistungen in Sachen Volumen und soll dem Haar Fülle verleihen. Obwohl ich eigentlich keine Probleme mit feinem Haar habe, kann ich an müden Tagen eine extra große Portion „Va Va Vom“ vertragen. Ich freue mich das Haarspray, mit vulkanischen Mineralien, auszutesten.
Letztes Super-Teil meines Beauty Hauls ist die Schlafmaske von Slip. Diesen Traum aus Maulbeerseide habe ich mir mit Blick auf die Flüge der nächsten Wochen erfüllt, denn ein erholsamer Schlaf über den Wolken ist mir diese Investition wert. Die Schlafmaske ist himmlisch weich gepolstert, lässt kein Licht durch und liegt ganz leicht auf dem Gesicht. Einen ausführlichen Erfahrungsbericht gibt es nach den Reisen des Monats.

„Luxury Hair Oil“ von Linda Rodin / „Soft Matte Concealer“ von NARS / „Flora“ von Sunday Riley /  „Texturizing Hair Spray“ von Ouai Haircare / Schlafmaske von Slip 

Handbagstories Mode

|Handbagstories| Longchamp Le Pliage Néo

April 5, 2017

Jedes Mal, wenn ich diese Tasche auf Instagram oder Snapchat zeige, bekomme ich viele Nachrichten: Was ist das für ein Modell? Kannst du eine Review machen? In welcher Größe hast du die Tasche? Eigentlich verwunderlich, denn die Taschen von Longchamp gehören wohl zu den populärsten Designer-Taschen. Wagt man einen Schritt auf die Düsseldorfer Königsallee sieht man die Taschen an jedem zweiten Handgelenk fröhlich vorbei schwingen. Ein Grund mehr, warum ich mich bis an mein Lebensende gegen die üblichen Le Pliage Modelle sträuben werde. Eigentlich schade, denn die Idee hinter dem Taschenmodell ist wunderbar. Es ist zum Reisen und zum Leben erfunden worden. Ein robuster Alltagsbegleiter, der es dir ohne Kopfzerbrechen um empfindliches Leder ermöglichen soll, deine Schätze mit dir herum zu tragen, unter Flugzeugsitzen zu verstauen oder auf deinen Gepäckträger zu schnallen. Ein robustes Design für sorgenfreie Abenteuer.

Le Pliage Néo

Weil mir die 0acht15-Damen der Düsseldorfer Gesellschaft die Freude an dem Klassiker von Longchamp verdorben haben, bin ich ein Verfechter der Le Pliage Néo. Diese Modelle sind einfarbig und damit ein bisschen mehr Understatement. Die sonst braunen Lederdetails, wie Henkel und Verschlussklappe, fügen sich unauffällig in das Design der Tasche ein und machen die ganze Angelegenheit etwas weniger „preppy“. Toll ist außerdem, dass die Néos mit einem bequemen Schultergurt geliefert werden, der sie zu den perfekten Reisebegleitern macht. Ich nehme meine Tasche auch gerne mit ins Fitnessstudio oder benutze sie als Weekender für kurze Reisen.
Jetzt, einige Tage vor meinem Flug nach NYC, habe ich die Tasche wieder aus meinem Schrank gewühlt, damit sie mich als Handgepäck-Liebling nach Amerika begleiten kann. Die mittlere Größe ist geräumig genug für meine Bücher, meinen Laptop und meine Kamera, die riesigen Kopfhörer und andere Kleinigkeiten, die mir die acht Stunden im Flugzeug erleichtern werden. Das Schöne an der Tasche ist, dass ich mir keine Gedanken darüber machen muss, ob sie lebendig aus der Sicherheitskontrolle kommt oder ob sich ein unaufmerksamer Passagier auf sie drauf setzt. Sie ist aus Nylon und hält einfach alles aus. Deswegen bin ich überglücklich über diesen Sale-Fund.

Le Pliage Neo von Longchamp in der Größe M / Farbe aus der Sommerkollektion 2016 

Leben Work Life

|Worklife| A day in my Homeoffice

April 3, 2017

Nachdem mein Beitrag zu meinem Freelancer-Dasein letzten Monat sehr gut von euch angenommen wurde, nehme ich euch heute mal mit durch einen Tag in meinem beschaulichen Büro. Das ist jeden Tag zu unterschiedliche Uhrzeiten geöffnet, feste Regeln gibt es eigentlich nicht und meine To-Do-Liste sieht auch jeden Tag anders aus. Eine Konstante gibt es allerdings und das bin ich. Manchmal den ganzen Tag im Schlafanzug, andere Male adrett zurechtgemacht, weil ich das Haus für Interviewtermine oder Blog-Projekte verlassen muss. Mein kleiner Kosmos ist meistens ein ruhiger Raum, in dem es wenig Platz für Stress gibt, denn ich arbeite stur nach dem Mantra „Durchatmen und stur weiterarbeiten“. Aus der Ruhe können mich nur plötzliche Einsätze wegen Verkehrsunfällen oder Menschen, die niemals nie zurückrufen, bringen.

8 bis 10 Uhr – Orientierungsphase

Ich bin ein Langschläfer und das wird vermutlich immer so bleiben. Normalerweise sollte ich dann aufstehen, wenn mein Wecker klingelt – also so zwischen 7 und 8 Uhr, damit ich um Punkt 9 am Schreibtisch sitzen und meinen Computer aus seiner nächtlichen Ruhe wachrütteln kann. Mittlerweile geht diese Planung meistens auf und ich rolle mich, nach einem intensiven Durchwühlen der nächtlichen Instagram-Aktivitäten, aus dem Bett. Ein bisschen Beauty im Badezimmer, ein bisschen Frühstück in der Küche und der Tag kann losgehen.
Mein erster beruflicher Handgriff öffnet das Postfach, um einen Überblick über die aktuelle Lage zu gewinnen. Da gibt es offene E-Mails, die schon mehrere Tage auf mich warten, ganz neue Nachrichten, auf die ich reagieren muss und Kooperationsanfragen über die ich mir erstmal, bevor ich antworte, Gedanken machen will. Aus dieser ersten Orientierung entwächst meistens die To-Do-Liste eines Tages. Teil davon sind natürlich auch die anderen Termine, die bereits in meinem Kalender stehen und bewältigt werden wollen.

10 bis 14.30 Uhr – Abarbeiten und Haken dran

Weil mein Blog den kleinsten Teil meines Einkommens bildet, muss mein Herzensprojekt sich an den meisten Tagen in Geduld üben. Zuerst arbeite ich die Aufträge und Artikel ab, die fertig werden müssen, weil Redaktionen auf meine Texte oder Bilder warten. An Montagen wie heute bin ich mit einer Liste von fünf offenen Texten gestartet und habe jetzt, um knapp 15 Uhr, fast alles abgearbeitet. Ok, ein Interview muss noch verschriftlicht und autorisiert werden, aber das kann bis morgen warten. Während ich die Notizen aus meinen Blöcken zu zusammenhängenden Geschichte verwandle, klingelt mein Handy immer wieder, um weitere Termine für die Woche anzunehmen oder Absprachen mit Auftraggebern zu treffen. Jetzt, nach knapp fünf Stunden Arbeit zeigt mein Anrufverlauf 17 ein- und ausgehende Telefonate an. Das ist auf der einen Seite schön, weil ich dank dieser Gespräche nicht alleine an meinem Schreibtisch versauere, auf der anderen Seite anstrengend, weil mein Schreibfluss immer wieder von anderen, neu eingehenden Informationen, unterbrochen wird. Das ist eben ein großer Nachteil des Ein-Mann-Büros: Alle Angelegenheiten, ob Telefonate, E-Mails, Postverkehr oder anderer administrativer Natur, müssen von dir selbst bearbeitet werden. Es gibt kein Vorzimmer, niemanden der dich vertritt oder mal eben ans Telefon gehen kann. Mit dem jetzigen Pensum ist das aber alles wunderbar zu schaffen und ich freue mich auf diesem Weg zu lernen ein Büro in all seinen Facetten selber zu steuern.

15 bis 17 Uhr – Eigenregie und Kreativität

Nachdem der größte Teil abgearbeitet ist, habe ich Zeit mich meinem Blog und anderen kreativen Aufgaben zu widmen. In diesem Zeitfenster schreibe ich die Texte für neue Blogeinträge, verfeinere den Redaktionsplan für rothaariges.de, setze meine Ideen mit neuen Fotos um und verwüste dabei meistens mein gesamtes Umfeld. Kreativität produziert Chaos – so ist das zumindest in meinem Fall. Heute arbeite ich für die kommende Woche vor, weil ich viel unterwegs seien werde, aber euch trotzdem jeden zweiten Tag mit einem neuen Beitrag versorgen möchte.
Während ich versuche interessante Inhalte für meinen Blog umzusetzen, steht die Welt natürlich nicht still, sondern versorgt mich weiter mit Telefonaten und E-Mails. Das fröhliche „Rrringrrring“ verstummt meistens gegen 17.30 Uhr, wenn andere Büros langsam ihre Computer herunterfahren.

18 bis 19 Uhr – Restposten und Browsen

Ich nutze die Ruhe des frühen Abends gerne, um meine „Restposten“ abzuarbeiten. Das können liegengebliebene Rechnungen oder letzte Korrekturen an einem Text sein. Außerdem stöbere ich zu diesem Zeitpunkt gerne auf anderen Blogs herum, lesen die besten Artikel des Tages und gucke YouTube-Videos, die mich interessieren und neue Ideen produzieren könnten. An vielen Tagen muss ich gegen 19 Uhr auch dann noch mal das Haus verlassen, um gesellschaftliche Veranstaltungen journalistisch zu begleiten.

Während manche Tage genauso, relativ statisch am Schreibtisch verlaufen, bin ich an anderen Tagen von morgens bis abends unterwegs und brause mit meinem Roadster durchs Bergische Land. Langweilig wird es in meinem Homeoffice zum Glück selten.

Beauty Leben Mode

|March| Last Month Treasures

April 2, 2017

Und wieder ein Monat rum, uff! Die Monate und Wochen vergehen nach wie vor viel zu schnell, aber ich bin froh, dass ich meinem wohl größten Abenteuer für dieses Jahr etwas näher gekommen bin, denn nächste Woche geht es endlich, endlich nach New York City. Mit dieser Reise erfülle ich mir den wohl größten Traum der letzten zehn Jahre und bin deswegen schon jetzt ganz aufgeregt und voller Freude. Mit Amerika im Blick ist der März wie im Schweinsgalopp vergangen, aber trotzdem habe ich wieder tolle neue Beautyprodukte entdeckt, neue Outfits kombiniert, viel gelesen und Musik gehört. Die Favoriten der letzten vier Wochen gibt es also heute, immer am ersten Sonntag eines Monats, im Schnelldurchlauf.

 Leben

Kein Hund kommt ungestreichelt an mir vorbei. Ich liebe diese freundlichen Vierbeiner, die uns treu zur Seite stehen und voller Glück sind. Bester Schatz ist natürlich unsere Hundedame, die mich jeden Tag tröstet, lieb anzwinkert und mein Leben in allen Facetten bereichert. Hummel hat mich in den letzten 15 Jahren erwachsen werden sehen und ich habe sie dabei beobachtet, wie sie ihren kleinen Kosmos entdeckt hat. Mir zerbricht das Herz, wenn ich sie jetzt, als Hundeseniorin, dabei beobachte, wie kleine Strecken zur Prüfung werden und wie ihr Körper immer schwächer wird. Jede Minute, jeder Tag mit ihr an unserer Seite ist ein Geschenk und ich werde sentimental, wenn ich über ihr Alter nachdenke. Nichtsdestotrotz bin ich dankbar für diese Zuversicht auf vier Beinen, ihr großes Herz und ihre Nachsichtigkeit mit mir.
Obwohl ich am liebsten Zuhause bin, nicht nur weil dort ein lieber Hund auf mich wartet, war die Zeit, die ich diesen Monat im „Vier Jahreszeiten“ verbracht habe, grandios! Noch nie habe ich mich in einem Hotel so wohl gefühlt, wie in meinem Zimmer direkt an der Alster. In meiner Review über das Hotel habe ich die Details meines Aufenthalts mit euch geteilt und euch noch mehr Eindrücke aus dem Traditionshotel geliefert.
Favorit des Monats sind natürlich auch die vielen Kirschblüten, die uns in den letzten Wochen den Alltag versüßt haben. Überall summen Bienen, die Blüten fallen im Sonnenlicht zu Boden und die Menschen verweilen, um sich die prächtigen Baumkronen anzusehen. Der Frühling ist endlich da!

Beauty & Mode

Vergangene Woche habe ich mein erstes Frühlings-Outfit getragen. Ich habe die Socken im Schrank gelassen und endlich meine bestickten Pumps von Aquazurra eingeweiht, die seit einiger Zeit in meinem Schuhschrank auf ihren ersten Einsatz gewartet haben. Dazu habe ich meine dunkelrote Culotte und meine geliebte Chloe Faye Bag kombiniert, die ich immer noch abgöttisch liebe.
In Sachen Beauty hat mich das Kontur-Duo von Tom Ford überzeugt, das ich beinahe jeden Tag getragen habe. Gleiches gilt für „Mediterranean Honeysuckle“ von Aerin. Diesen Duft habe ich bereits letztes Jahr für mich entdeckt und kann mit Überzeugung sagen, dass dieser Duft wohl die beste Wahl für die sonnigen Monate ist. Meine Haut hat im März das „Advanced Night Repair“ Serum von Estée Lauder geliebt. Die feuchtigkeitsspendende und glättende Formulierung zieht schnell ein und hat sich zu meiner Geheimwaffe entwickelt.

Literatur, Musik & Videos

Gelesen habe ich im März verhältnismäßig viel. Das liegt wahrscheinlich an den vielen Zugfahrten, denn im Zug liest es sich immer noch am besten. Ganz wunderbar finde ich Biografie „Tanz kann fast alles sein“ über das Leben und Arbeiten von Pina Bausch. Das Buch erzählt nicht nur Tanzgeschichte, sondern gibt auch Einblick in das Leben einer wunderbare Künstlerin und Mutter sowie in eine wichtige Zeit der Wuppertaler Kulturgeschichte. Für mich eine große Portion Heimat.
Gehört habe ich viel Blues, insbesondere den von Henrik Freischlader. Der ist im Bergischen Land zwar nicht ganz so bekannt wie Pina Bausch, aber ebenfalls eine Künstler der Region, der international erfolgreich ist. Die Musik des Bluesgitarristen ist rockig, manchmal ruhig und romantisch – einfach fabelhaft. Bitte reinhören!
Neben Musik und Literatur empfehle ich euch heute aber auch zwei YouTube-Videos. Die Folge „Dinner For Five“ mit Marilyn Manson und Andy Dick ist unterhaltsam und hat mich persönlich sehr  amüsiert. Die Runde spricht über die amerikanische Filmindustrie, skurrile Stripclubs und schreibt damit selber ein Stück TV-Geschichte.
Toll finde ich außerdem die Video-Reihe „Inside The Wardrobe Of“ der englischen Bloggerin Olivia Grace. Sie kommt in diesem Format mit Freundinnen oder anderen kreativen Frauen über Kleidung und Stilempfinden ins Gespräch. Zu betrachten gibt es schöne Aufnahmen von vollgestopften Kleiderschränken!


Beauty Make-up

Neue & alte Kussmund-Favoriten

März 31, 2017

Stimmt, ich habe mich diesen Monat nicht besonders viel geschminkt, aber was ich immer dabei habe sind mehrere Lippenprodukte, die ich unterwegs aufpinseln kann und die mein Gesicht schnell von „so lala“ zu „uuuh lala!“ verwandeln. Auf meinem Raubzug durch meine Make-up Sammlung und durch die Beauty-Abteilungen der Kaufhäuser, habe ich viele tolle Produkte entdeckt, die entweder durch eine innovative Formulierung, außergewöhnliche Farben oder beides zusammen überzeugen.

Juicy Shaker von Lancome

Über die Juicy Shaker von Lancome habe ich bereits letzten Sommer geschwärmt und mir damals direkt zwei Farben auf einmal gekauft, denn die kleinen Glosse sind pflegend, fühlen sich auf den Lippen leicht an und werden in tollen sommerlichen, aber auch alltagstauglichen Farben, verkauft. Im Winter hatte ich meine Shaker zwar nicht ganz so oft im Einsatz, aber jetzt, bei strahlender Sonne und blühenden Bäumen, habe ich immer einen in meiner Handtasche. Ich liebe das Gefühl, das Gloss mit dem kleinen Schwamm-Aplikator aufzutragen und kann dieses Produkt jedem Beauty-Junkie empfehlen. Meine Mutter und Schwester sind auch bereits mit einem Juicy Shaker eingedeckt, hihi.

Rouge Coco Gloss von Chanel

Ich habe ja sowieso eine Schwäche für alle Dinge, die mit verschlungenen CCs versehen sind und meistens sind diese Dinge aus Paris nicht nur hübsch anzusehen, sondern auch qualitativ hochwertig. Die neuen Rouge Coco Glosse sind also, wie erwartet, neue Schätze in der Beauty-Welt, die man nicht verpassen sollte. Ich habe mir zwei richtige Sommerfarben in Hamburg ausgesucht, als ich etwas übermüdet durch das neu herausgeputzte Alsterhaus schlenderte. Die Glosse sind tatsächlich pflegender als die „alten“ Glosse, schimmern ganz hervorragend auf den Lippen und haben von allen Produkten, die ich heute vorstelle, den höchsten Tragekomfort.

Lippenstifte von Ilia Beauty

Obwohl ich von diesem Lippenstift bereits in meinem letzten Favoriten-Beitrag gefaselt habe, muss ich ihn heute noch einmal in die Kamera halten und euch ans Herz legen. Der Tinted Lip Conditioner in der Farbe „Bombora“ von Ilia ist samtig weich, die Farbe wunderschön nostalgisch und die Verpackung ein puristischer Traum. Sowieso sind alle Produkte, die ich von Ilia ausprobiert habe, kleine Wunderwaffen. Eine Marke, die ich euch mit bestem und grünem Gewissen empfehlen kann.

Liquid Artsticks von Bobbi Brown

Die neue Lippenstifte von Bobbi Brown heißen „Liquid Artsticks“ und sehen auf den Lippen aus wie ein halbmatter Lippenstift. Sie sind extrem gut pigmentiert und decken die Lippen in einem Rutsch mit einer satten Farbe. Obwohl sie wasserfest und lang anhaltend sind, trockenen die Liquid Artists die Lippen nicht aus, sondern sind angenehm zu tragen. Mir hat es ganz besonders die Farbe „Vintage Pink“ angetan. Ein Hingucker ist außerdem das Verpackungsdesign der Neuheiten, denn die „Squeeze“ Tube ist ein ganz neues Konzept und eine tolle Kombination aus Lippenstift und Lipgloss.

Juicy Shaker von Lancome /  Rouge Coco Gloss von Chanel / Lippenstift von Ilia via amazingy.com * / Liquid Artsticks von Bobbi Brown * 

Mode Outfit

Meine Uniform – warum ich Hemden liebe

März 29, 2017

Wenn ich ein Comic-Charakter wäre und jeden Tag und sowieso immer das gleiche Outfit tragen müsste, würde ich mich wohl für Jeans und Hemd entscheiden. In meinem Kleiderschrank hängen unzählige weisse und blaue Hemden, die ich abgöttisch liebe. Hemden sind bequem, absolut zeitlos und machen dich im Handumdrehen ausgehfertig. Mit Hemden fühle ich mich „angezogen“. Also irgendwie bereiter für berufliche Termine oder Tage, an denen ich mein Girlboss-Gen betonen muss. Im Gegensatz zu Blusen fallen Hemden locker, zwicken an keiner Stelle und sind deutlich lässiger, als Blusen, in denen ich persönlich viel zu schnell anfange zu überhitzen und mich unwohl zu fühlen.
Mein neuestes Hemd habe ich in Hamburg gekauft und seitdem ganz viel getragen. Am liebsten, wie ihr auf dem Foto sehen könnt, zu meiner Jeans und meiner gradlinigen Celine Belt Bag. Manchmal stopfe ich das Hemd komplett in die Hose, manchmal nur halb, um meinem Körper nicht seine ganze Länge zu nehmen. Aber egal, wie ich das Hemd trage, es passt zu jeder Stimmung und jedem Anlass.

Die schönsten Hemden der Saison

Dieses Jahr habe ich Glück, denn Hemden sind wieder im Kommen. Das freut mich besonders, weil ich endlich mehr Auswahl habe, wenn ich nach lässigen Alltagsbegleitern suche. Neben weissen Klassikern, hängen momentan viele Rüschen-Hemden in den Geschäften, die besonders schön zu gerade geschnittenen Jeans und leicht welligem Haar sind. Ein gutes Mittelmaß zwischen Business und Romantik.
Wem die Rüschen nicht gefallen, findet viele blaue und gestreifte Hemden in den Geschäften, die ohne Probleme aus dem Kleiderschrank eures Freunds stammen könnten. Ein bisschen androgyn ist das ganze Thema eben schon, aber genau deswegen liebe ich es.
Wichtig bei Hemden ist, dass sie an den Schultern gut sitzen, locker über die Hüften fallen und aus einem natürlichen Stoff gefertigt sind. Hemden aus Baumwolle oder Leinen mag ich persönlich für den Frühling und Sommer am liebsten, weil sie nicht beschweren, atmungsaktiv sind und nicht glänzen. Wer im Alltag nicht so gerne Jeans trägt, kann Hemden auch wunderbar zu hochgeschnittenen Stoffhosen kombinieren. Bei XXL-Hemden braucht man im Sommer überhaupt keine Hose. Einfach weisse Sneaker und eine riesige Sonnenbrille zu einem Hemdkleid kombinieren und die Sache ist geritzt.

 Weisses Hemd  / Rüschen Hemd / Gestreiftes Hemd /Blaues Hemd

Literatur Wohnen

Die schönsten neuen Bildbände – Wohnen, Leben, Entdecken

März 27, 2017

Ihr wisst, wie verrückt ich nach Büchern bin und ihr wisst wahrscheinlich auch, dass ich schwere Bildbände liebe und immer auf der Suche nach neuen spannenden Publikationen bin, die mich inspirieren und mein Regal noch ein bisschen voller machen. Im letzten Monat habe ich ganz viele Bildbände neu entdeckt, die ich alle durchgeblättert und gelesen habe, um sie euch heute vorzustellen. Es gibt etwas für Interior-Freunde, Anhänger eines ruhigen und bewussten Lebensstils sowie Befürwortern von nackten Frauen mit Turban.
Bildbände sind für mich nicht nur Inspiration und Lektüre, sondern ein wichtiges Recherchemittel, aber auch Teil meiner eigenen Einrichtung und Lebenswelt. Sie sind Kunstobjekt, Dekoration, Literatur und Inspiration, manchmal Nachttisch in einem.

The Monocle Guide to Cosy Homes

Dieses Buch ist die Bibel der gemütlichen Rückzugsorte. „The Monocle Guide to Cosy Homes“ lehrt uns, wie man ein gemütliches Zuhause schafft und auf welche Klassiker man bei der Einrichtung seiner Wohnung setzen sollte. In diesem Bildband gibt es aber nicht nur tolle Räume zu entdecken, sondern auch viele interessante Kommentare zum Thema Wohnen und Leben. Die Essays, die von Designern oder Autoren verfasst wurden, haben mir eine neue Perspektive auf die Bedeutung von Heimat gegeben.

„Our homes and the rooms they hold mean different things to each of us. For some an easy and inviting space for entertaining friends is the warmest part of the home. For others the perfect den and a little solitude can go a long way.“

Toll an diesem Bildband ist außerdem die Vielfalt der gezeigten Orte und Größenordnungen. Der Betrachter lernt Eigenheime auf der ganzen Welt kennen und kann sich von den vielen verschiedenen Einflüssen inspirieren lassen. Wer leidenschaftliche Menschen mit einem Sinn für Gestaltung kennenlernen möchte, wird dieses Buch lieben.

Brooklyn Interior

Es gibt wohl keine bessere Lektüre, wenn man sich gerade auf seine erste New York City Reise vorbereitet und von seiner ersten Berührung mit dem kreativen Brooklyn träumt. Kein Wunder, dass „Brooklyn Interior“ mich begeistert, denn der wohl lässigste Ort der Welt strahlt mir bereits über die Seiten des Buches entgegen. Wenn man Manhattan verlässt und über die Brooklyn Bridge Richtung Kreativität steuert, lernt man 24 Wohnindividualisten kennen, die Kathleen Hackett besucht hat, um uns ihre unverwechselbare Art zu wohnen zu zeigen. Zu sehen ist eine Mischung aus Klassikern, Neuzeit-Moderne, Vintage und handwerklichem Geschick. Ganz besonders gefallen hat mir das Heim von Architekt Joe Merz, der eine Liebe für Modulmöbel  und viele Wohnkonzepte entwickelt hat. Sein Haus hebt sich von den anderen ab, ist gradlinig aber trotzdem warm. Hervorragende Arbeit, in der man leben kann. Wow!
Inspiriert hat mich außerdem die Künstlerin Anne O’Zavelo, die nicht nur einen wahnsinnigen Schuhschrank, sondern auch eine Liebe für kleine Andenken hat. Ihre Wohnung hat mich an mein eigenes liebevolles Chaos erinnert und macht nostalgische Masse wieder salonfähig. Dank „Brooklyn Interior“ freue ich mich noch ein bisschen mehr auf NYC!

Holiday

Ich weiss nicht, wie es euch geht, aber ich gucke mir gerne natürliche Frauen in ihren Ferien an, wie sie frisch geduscht auf der Terrasse liegen, in der Küche stehen und Bier in den Kühlschrank legen. Dann sind sie meistens nämlich noch ein bisschen schöner, entspannter und tiefer. Henrik Purienne zeigt uns in „Holiday“ unbeschwerte Stunden junger Frauen, die sich vor seiner Kamera fallen lassen, ihre natürlich erotische Seite zeigen – wie zufällig inszeniert der Fotograf seine Models und erinnert mich damit an warme Sommernächte, in denen man raucht, kalten Weißwein trinkt und der jugendlichen Naivität Raum gibt. Puriennes Fotografien strahlen entwaffnende Natürlichkeit aus und machen ihn für mich zu einem ganz besondereren Lifestylefotografen, denn er hat einen Sinn für das echte Schöne.
Auf seinem Instagram-Account kann man viel seiner Arbeit entdecken und ein Verständnis für seine Kunst entwickeln. Mir hat „Holiday“ Lust auf lange Sommernächte gemacht, die dieses Jahr hoffentlich noch schöner und heißer als letztes Jahr ausfallen und uns ein bisschen näher zu dem eigenen Ich bringen.
Ein grandioser Bildband, der eine neue Form der Fotografie präsentiert und uns zurück in den Sommer trägt.

The Kinfolk Home

Der vielleicht schönste Bildband dieses Frühlings ist „The Kinfolk Home“. Dieses Buch basiert auf dem erfolgreichen Magazin „Kinfolk“ und zeigt uns eine Möglichkeit unser Leben zu entschleunigen. Das Leben im eigenen Rhythmus hat für mich eine besondere Bedeutung, wie viele von euch wissen und ich bilde mich in diesem Bereich gerne weiter. In dem Buch werden 35 Wohnung und Häuser samt ihrer „Slow Living“ Merkmale vorgestellt. Ihre Bewohner teilen in ausführlichen Essays ihre Wohnphilosophie und diesen Teil des Buches mag ich ganz besonders. Zu erfahren, welche Farben und Materialen Menschen bewegen und welchen Sinn sie den einzelnen Räumen zuschreiben, fasziniert mich. Für alle Slow-Living-Aktivisten ein Muss! Als Ergänzung zu dieser Lebenseinstellung ist „Evergreen“ ein geeignetes Buch, das uns das Zusammenleben mit Pflanzen erklärt. Mit diesem liebevoll illustrierten Buch habe ich mein Wissen über den Wert von Zimmerpflanzen vergrößert und liebäugle jetzt mit einem eigenen Indoor-Jungle.

„Produktivität ist die einzige Maßeinheit sinnvoller Zeitgestaltung.“
Nikaela Marie Peters

Die Bildbände

„The Monocle Guide to Cosy Homes“, gestalten Verlag *
„Brooklyn Interior“ von Kathleen Hackett und Fotografien von Matthew Williams, Knesebeck Verlag *

„Holiday“ mit Fotos von Henry Purienne, Prestel Verlag *
„The Kinfolk Home“ von Nathan Williams, Knesebeck Verlag *
„Evergreen – Living with Plants“, gestalten Verlag *