Mode

Handbag-Stories: Mein Chanel WOC

Juni 20, 2016

Vor einiger Zeit habe ich damit angefangen die Geschichten und Hintergründe zu meinen einzelnen Handtaschen aufzuarbeiten. Nicht nur aus eigener Leidenschaft, sondern auch weil sich unter meinen Lesern mindestens genauso große Taschen-Freaks befinden, wie ich. Da ich diese Artikelreihe in diesem Jahr noch gar nicht bedient habe, teile ich heute die Handbag-Story zu meinem Chanel WOC auf meinem Blog. Definitiv der aufregendste Neuzugang für dieses Jahr!
Die nächsten Zeilen präsentieren euch meine doch sehr emotionale Verbindung zu meiner neuen Handtasche auf dem Silbertablett und bitte nie vergessen: Hier geht es um nichtige Dinge, die aber genau wegen ihrer Belanglosigkeit wahnsinnig viel Freude bereiten und den manchmal steinigen Lebensweg etwas glamouröser machen.

Träum Mädchen, träum

Von einer Chanel Handtasche träume ich schon ewig. Seit meiner frühen Jugend, also geschätzte zehn Jahre, steht der berühmte Klassiker auf meiner Wunschliste. Warum? Weil es kein anderes Modehaus gibt, das so viel Geschichte erzählt, die Aura einer mondänen Pariserin verströmt und absolut alterslos ist. Chanel kennt kein Alter und keinen Anlass – ob zur Jeans oder zum Abendkleid, die Designs edeln jedes Outfit, runden es ab und katapultieren Modemädchen in höhere Sphären. Ich weiss noch, wie ich kleine Chanel Täschchen an den Armen von Carrie Bradshaw, Carla Bruni und Camille Rowe schwingen sah und mich immer mehr, Hals über Kopf, in die ewigen Begleiter verliebte. Dass niemand eine so schwindelerregend teuere Handtasche braucht, ist klar, aber jeder hat eine Schwäche. Manche Menschen für Uhren, Autos, Weine oder Erstausgaben großer Romane – ich für Handtaschen.
Als ich vor ein paar Monaten, eigentlich nur zum Stöbern, in die Chanel Boutique in Düsseldorf schlenderte und nur mal so aus Jux nach dem klassischen WOC, schwarz und mit goldenen Details, fragte, konnte ich mein Glück kaum glauben. So viele Anläufen waren in den vergangenen Jahren gescheitert, weil das begehrte Accessoire meistens vergriffen ist und bums, ganz plötzlich, war mein Taschentraum greifbar. Kurzum: „In Stock“.
Nach einer Nacht Grübelei, in der die Tasche zum Glück für mich zurückgelegt wurde, habe ich mich zum Kauf entschlossen. Das Honorar, das ich einen Tag zuvor von einem meiner ersten großen Aufträge bekommen hatte, war mit einem strengen „Ritsch-Ratsch“ weg und seitdem ist keine Woche vergangen, in der ich meinen ledergewordenen Traum nicht an meiner Seite hatte.

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Immer an meiner Seite

Das ist nämlich das Schönste an diesem kleinen, beinahe winzigen Täschchen: Es passt immer und bewahrt all die Dinge, die ich im Alltag brauche. Nicht mehr und nicht weniger. Schlüssel, Geld, Ausweis, diverse Karten, Handy, Lippenstift und Sonnenbrille finden mit der richtigen Anordnung gemütlich in der Tasche Platz, die man sich schräg umhängen und mit ein paar Tricks auch zu einer Schultertasche oder Clutch umfunktionieren kann.
Somit habe ich den Neuzugang seit dem Tag der Anschaffung unermüdlich und beinahe übertrieben häufig getragen. Ins Restaurant, eine Runde in den Supermarkt, ein Arzttermin, eine Besorgung auf dem Markt, Tanzen bis Sonnenaufgang? Ok, ich bin bereit. Ich bin mit dieser Tasche verwandt, verschwägert, verheiratet und verbrüdert. Einfach alles und das am besten alles auf einmal. Ich könnte vor Freude über diesen materiellen, eigentlich völlig belanglosen Traum den ganzen Tag „Tanz Baby!“ hören und mich im Kreis drehen. So, und bevor ich jetzt noch völlig den Verstand verliere, könnt ihr lieber selbst mein Lieblingslied der österreichischen Band hören und den Montag genießen. Ich wünsche eine fabelhafte Woche!

DSC_0046DSC_0120Die Tasche: Chanel WOC, klassisch

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3 Comments

  • Reply Jessy Juni 20, 2016 at 10:49 am

    Super schöne Tasche.

    Liebe Grüße Jessy Kleidermaedchen

  • Reply Michelle Juni 21, 2016 at 1:41 pm

    Richtig schön!
    <3 michelle // Champagne Copper

  • Reply Milli Juli 23, 2016 at 3:28 pm

    Ich kann dich so gut verstehen! Mir geht es mit meinen „Baby’s“ nicht anders 🙂 Jede meiner Handtaschen hat eine kleine Geschichte und ich habe meist auch länger für meine Lieblinge gespart. Schön zu lesen, dass ich nicht die einzige bin, die mehr in ihren Taschen sieht als eben nur eine Tasche. Denn wäre es „nur“ eine Tasche, müsste es keine für eine Summe sein für die man auch 1-2 Wochen Urlaub machen könnte 🙂

    Wünsche dir ein schönes Wochenende, Milli
    (http://www.millilovesfashion.de)

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