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|Worklife| A day in my Homeoffice

April 3, 2017

Nachdem mein Beitrag zu meinem Freelancer-Dasein letzten Monat sehr gut von euch angenommen wurde, nehme ich euch heute mal mit durch einen Tag in meinem beschaulichen Büro. Das ist jeden Tag zu unterschiedliche Uhrzeiten geöffnet, feste Regeln gibt es eigentlich nicht und meine To-Do-Liste sieht auch jeden Tag anders aus. Eine Konstante gibt es allerdings und das bin ich. Manchmal den ganzen Tag im Schlafanzug, andere Male adrett zurechtgemacht, weil ich das Haus für Interviewtermine oder Blog-Projekte verlassen muss. Mein kleiner Kosmos ist meistens ein ruhiger Raum, in dem es wenig Platz für Stress gibt, denn ich arbeite stur nach dem Mantra „Durchatmen und stur weiterarbeiten“. Aus der Ruhe können mich nur plötzliche Einsätze wegen Verkehrsunfällen oder Menschen, die niemals nie zurückrufen, bringen.

8 bis 10 Uhr – Orientierungsphase

Ich bin ein Langschläfer und das wird vermutlich immer so bleiben. Normalerweise sollte ich dann aufstehen, wenn mein Wecker klingelt – also so zwischen 7 und 8 Uhr, damit ich um Punkt 9 am Schreibtisch sitzen und meinen Computer aus seiner nächtlichen Ruhe wachrütteln kann. Mittlerweile geht diese Planung meistens auf und ich rolle mich, nach einem intensiven Durchwühlen der nächtlichen Instagram-Aktivitäten, aus dem Bett. Ein bisschen Beauty im Badezimmer, ein bisschen Frühstück in der Küche und der Tag kann losgehen.
Mein erster beruflicher Handgriff öffnet das Postfach, um einen Überblick über die aktuelle Lage zu gewinnen. Da gibt es offene E-Mails, die schon mehrere Tage auf mich warten, ganz neue Nachrichten, auf die ich reagieren muss und Kooperationsanfragen über die ich mir erstmal, bevor ich antworte, Gedanken machen will. Aus dieser ersten Orientierung entwächst meistens die To-Do-Liste eines Tages. Teil davon sind natürlich auch die anderen Termine, die bereits in meinem Kalender stehen und bewältigt werden wollen.

10 bis 14.30 Uhr – Abarbeiten und Haken dran

Weil mein Blog den kleinsten Teil meines Einkommens bildet, muss mein Herzensprojekt sich an den meisten Tagen in Geduld üben. Zuerst arbeite ich die Aufträge und Artikel ab, die fertig werden müssen, weil Redaktionen auf meine Texte oder Bilder warten. An Montagen wie heute bin ich mit einer Liste von fünf offenen Texten gestartet und habe jetzt, um knapp 15 Uhr, fast alles abgearbeitet. Ok, ein Interview muss noch verschriftlicht und autorisiert werden, aber das kann bis morgen warten. Während ich die Notizen aus meinen Blöcken zu zusammenhängenden Geschichte verwandle, klingelt mein Handy immer wieder, um weitere Termine für die Woche anzunehmen oder Absprachen mit Auftraggebern zu treffen. Jetzt, nach knapp fünf Stunden Arbeit zeigt mein Anrufverlauf 17 ein- und ausgehende Telefonate an. Das ist auf der einen Seite schön, weil ich dank dieser Gespräche nicht alleine an meinem Schreibtisch versauere, auf der anderen Seite anstrengend, weil mein Schreibfluss immer wieder von anderen, neu eingehenden Informationen, unterbrochen wird. Das ist eben ein großer Nachteil des Ein-Mann-Büros: Alle Angelegenheiten, ob Telefonate, E-Mails, Postverkehr oder anderer administrativer Natur, müssen von dir selbst bearbeitet werden. Es gibt kein Vorzimmer, niemanden der dich vertritt oder mal eben ans Telefon gehen kann. Mit dem jetzigen Pensum ist das aber alles wunderbar zu schaffen und ich freue mich auf diesem Weg zu lernen ein Büro in all seinen Facetten selber zu steuern.

15 bis 17 Uhr – Eigenregie und Kreativität

Nachdem der größte Teil abgearbeitet ist, habe ich Zeit mich meinem Blog und anderen kreativen Aufgaben zu widmen. In diesem Zeitfenster schreibe ich die Texte für neue Blogeinträge, verfeinere den Redaktionsplan für rothaariges.de, setze meine Ideen mit neuen Fotos um und verwüste dabei meistens mein gesamtes Umfeld. Kreativität produziert Chaos – so ist das zumindest in meinem Fall. Heute arbeite ich für die kommende Woche vor, weil ich viel unterwegs seien werde, aber euch trotzdem jeden zweiten Tag mit einem neuen Beitrag versorgen möchte.
Während ich versuche interessante Inhalte für meinen Blog umzusetzen, steht die Welt natürlich nicht still, sondern versorgt mich weiter mit Telefonaten und E-Mails. Das fröhliche „Rrringrrring“ verstummt meistens gegen 17.30 Uhr, wenn andere Büros langsam ihre Computer herunterfahren.

18 bis 19 Uhr – Restposten und Browsen

Ich nutze die Ruhe des frühen Abends gerne, um meine „Restposten“ abzuarbeiten. Das können liegengebliebene Rechnungen oder letzte Korrekturen an einem Text sein. Außerdem stöbere ich zu diesem Zeitpunkt gerne auf anderen Blogs herum, lesen die besten Artikel des Tages und gucke YouTube-Videos, die mich interessieren und neue Ideen produzieren könnten. An vielen Tagen muss ich gegen 19 Uhr auch dann noch mal das Haus verlassen, um gesellschaftliche Veranstaltungen journalistisch zu begleiten.

Während manche Tage genauso, relativ statisch am Schreibtisch verlaufen, bin ich an anderen Tagen von morgens bis abends unterwegs und brause mit meinem Roadster durchs Bergische Land. Langweilig wird es in meinem Homeoffice zum Glück selten.

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1 Comment

  • Reply Gina Beltrami April 3, 2017 at 6:33 pm

    sehr interessant!
    vielen Gruessen Gina

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    F-Lover Fashion Blog by Gina Beltrami

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