Leben

Ein Gespräch mit: Miriam von Papperlott!

April 18, 2016

Mit meiner Schwäche für schöne Karten, Notizbücher und Schreibgeräte bin ich sicherlich nicht alleine. In meiner Schreibtischschublade stapeln sich unbeschriebene Notizbücher, an denen ich einfach nicht vorbeigehen konnte, andere liegen zerfleddert und totgeliebt auf meinem Schreibtisch. Sie beinhalten wichtige Notizen, Geheimnisse und Erinnerungen. Papeterie, da sind wir uns wohl alle einig, ist magisch. Für nostalgische Romantiker und ordnungsliebende Menschen ist ein guter Schreibblock und samtweiches Papier nicht nur Arbeitsmaterial, sondern Ausdruck von Lebensfreude und Detailverliebtheit.
Das schönste Sortiment in der Online-Welt findet man bei Papperlott! Der 2014 gegründete Onlineshop hat mich bei meinem ersten Besuch begeistert, mit seinen behutsam ausgewählten Artikeln  und nach meiner ersten Bestellung mit wunderschönen Geschenkverpackungen überzeugt. In dem Papeterie-Paradies von Miriam Reitmeier habe ich bisher immer die richtige Karte oder grandiose Produkte von Rifle Paper Co. oder Garance Doré, meiner Lieblingsillustratorin, gefunden. Es ist also höchste Zeit Miriam nach ihrer Geschäftsphilosophie und der unermüdlichen Begeisterung für schöne Dinge zu fragen.

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Ein Gespräch über die Faszination von schönem Papier und Notizbüchern

Woher kommt deine Begeisterung für Papeterie und wie ist die Idee zu Papperlott! entstanden?

Ich war schon immer verrückt nach tollen Karten und Notizbüchern. Ich habe so viele davon, die werde ich niemals füllen können! Doch genau das wäre für mich der Idealzustand: Ein voll beschriebenes und bekritzeltes Buch, voller Ideen, Pläne und Stimmungen. Trotzdem habe ich nie zuvor darüber nachgedacht, meine Leidenschaft für Papier zum Beruf zu machen, die Idee kam praktisch aus dem Nichts. Ich habe ursprünglich in der Beauty-PR gearbeitet und war damit auch glücklich – bis ich eines Morgens nach einer inspirierenden Galerieeröffnung aufgewacht bin und wusste: Ich muss einen Online-Shop für Papeterie eröffnen.

Wie erkennt man hochwertiges Papier?

Da gibt es natürlich objektive Faktoren wie das verwendete Material und den Herstellungsprozess. Dennoch ist Papier so etwas persönliches. Wie dick soll es sein, mit oder ohne Struktur, Einschlüssen und Oberflächenbearbeitung? Das muss jeder ganz nach seinem Gefühl und der Situation entscheiden.

Was kann Papier, was digitale Medien niemals können werden?

Papier atmet sozusagen den Geist des Absenders. Er hatte es in der Hand, hat es beschrieben und in seinem Sinne gestaltet. Es ist eine starke Verbindung zwischen Sender und Empfänger, die eine elektronische Nachricht nie geben kann.

Ich bin auf Papperlott! gestoßen, als ich auf der Suche nach einem deutschen Onlineshop war, der Produkte von Rifle Paper Co. vertreibt. In deinem Onlineshop ist eine vielfältige Mischung aus kleinen, aber auch international bekannten Marken vertreten. Welche Kriterien muss ein Produkt, oder ein Label erfüllen, um es in dein Sortiment zu schaffen?

Ich gehe ganz nach meinem Gefühl. Mir ist das Design und die Herstellung der Waren sehr wichtig, aber ich entscheide auch ganz spontan, ob mir eine Marke sympathisch ist oder nicht.

Obwohl die Auswahl an schönen und detailverliebt gestalteten Schreibblöcken, Kalendern und Karten verführerisch ist, versuche ich mich nicht zu verzetteln. Was darf auf einem gut organisierten Schreibtisch nicht fehlen?

Ein Kalender, ein Notizbuch und ein kleiner Block. Unverzichtbar sind außerdem ein Kugelschreiber für die täglichen Notizen und ein Füller für meine Korrespondenz. Eine gute Schere und ein Lineal. Auch wenn ich sie noch nicht im Sortiment habe – ich komme nicht aus ohne Neon-Marker.

Ich verschenke eigentlich nichts ohne eine handgeschriebene Nachricht und halte an Weihnachts- und Dankespost fest. Welchen Wert haben handschriftliche Notizen und Nachrichten für deine Kunden? Wächst die Sehnsucht nach nostalgischen Momenten, je schnelllebiger unser Alltag wird?

Ja, das ist mit Sicherheit einer der Gründe. Ich denke aber auch, dass die Auswahl der persönlichen Papeterie den Menschen eine Möglichkeit gibt, ihren eigenen Stil zu pflegen, ähnlich wie Mode. Ich kann durch meine Art der Korrespondenz meine Individualität und meinen Anspruch ausdrücken – mit einer SMS oder Whats App geht das (noch?) nicht. Dazu kommt, dass man seinem Gegenüber mit handgeschriebener Post auch besondere Wertschätzung entgegen bringt.

Danke für deine Antworten, Miriam!

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Bei Papperlott! habe ich meine Traumkarten von Garance Doré gefunden, die ich gerne als kleine Kunst auf meinen Schreibtisch stelle oder in die untere Ecke eines Rahmens stecke. Die verspielten Karten von Rifle Paper Co. sind die besten für Geburtstage oder andere Festivitäten, die nach weiblichen, geschwungenen Formen und der dazugehörigen Stimmung verlangen. Den kleinen roten Füllfederhalter von Kaweco, den Miriam mir mit ihren Lieblingspatronen (in Paradise Blue) zugeschickt hat, habe ich nach einem Tag schon in mein Herz geschlossen. Die Feder verleiht meiner Handschrift genau den richtigen Schwung. Das perfekte Team sind schicken Bleistifte von Blackwing und die weichen Notizbücher aus Miriams Onlineshop.

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7 Comments

  • Reply Sina April 18, 2016 at 11:14 am

    Wow! Super schönes Gespräch – danke für die Vorstellung.

  • Reply Aline April 18, 2016 at 12:22 pm

    Schöner Beitrag und auch tolle Bilder! 🙂

    Ich wünsch dir eine tolle Woche!

    Liebste Grüße Aline
    http://www.Fashionzauber.com

  • Reply Lea April 19, 2016 at 7:19 pm

    oh, da muss ich aber direkt mal vorbei schauen! 🙂 Das scheint genau mein Fall zu sein 🙂

  • Reply Lili April 20, 2016 at 2:50 am

    Looks like they have beautiful stationary.
    ~Lili
    http://www.thefashionsalt.com

  • Reply Christine April 21, 2016 at 8:12 pm

    Die Dankeskarte im Paris-Stil ist unheimlich süß! Total schön gemacht und die Illustration wirklich goldig!

    Ich bin bei solchen Sachen ja auch noch ein wenig „altmodisch“. Bei mir gibt es zu jedem Geburtstagsgeschenk noch eine selbstgestaltete Karte und ein paar mehr Zeilen als „alles gute“.

    • Reply Flora April 22, 2016 at 7:54 am

      Das wird hoffentlich immer so bleiben 🙂

  • Reply Kristina April 23, 2016 at 7:45 pm

    Von Paperlott habe ich bis jetzt noch nicht gehört. Miriam wirkt aber wirklich symphatisch und ich finde die Sachen wirklich süß.

    Liebe Grüße Kristina von KDSecret

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